Sanktionen

Exklusiv: Russlands Arctic LNG 2 verlädt 700 Prozent mehr Gas – trotz Sanktionen

Sanktionen sollten Arctic LNG 2 ausbremsen. Neue LSEG-Daten zeigen nun, wie stark Russland das Projekt wieder hochfährt – mit China als wichtigstem Abnehmer.

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Am russischen Terminal Arctic LNG 2 wurden in diesem Jahr bereits 1,71 Millionen Tonnen Flüssigerdgas verladen.

Am russischen Terminal Arctic LNG 2 wurden in diesem Jahr bereits 1,71 Millionen Tonnen Flüssigerdgas verladen.

© Arctic LNG 2

Russlands sanktioniertes Terminal Arctic LNG 2 hat seine Produktion in diesem Jahr drastisch erhöht. Das geht aus Daten des Londoner Börsenbetreibers LSEG hervor, die der Berliner Zeitung exklusiv vorliegen. Demnach hat das LNG-Terminal in der Arktis zwischen Januar und Juli 2026 insgesamt 1,71 Millionen Tonnen LNG verladen – mehr als achtmal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (0,21 Millionen Tonnen).

Die Anlage gehört zu den wichtigsten LNG-Projekten des Landes. Arctic LNG 2 wurde für eine Jahreskapazität von knapp 20 Millionen Tonnen Flüssigerdgas ausgelegt und soll einen zentralen Beitrag zu Putins Ziel leisten, Russlands LNG-Exporte bis 2030 zu verdreifachen. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten die USA 2023 zunächst scharfe Sanktionen gegen das Terminal – und brachten es faktisch zum Erliegen. Die neuen Daten deuten jedoch darauf hin, dass es Russland trotz der Beschränkungen offenbar immer besser gelingt, die LNG-Exporte hochzufahren – auch dank großer Unterstützung aus China.

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