Nachdem im August 2024 mehrere Fälle von Ansteckungen mit dem Hautpilz Trichophyton tonsurans in Friseursalons und Barbershops im Bezirk Neukölln bekannt geworden waren, hat das Bezirksamt nun Kontrollen durchgeführt.
In den meisten überprüften Betrieben stellte das Gesundheitsamt Mängel fest. Es fehlten oft Hygiene- oder Reinigungspläne sowie geeignete Desinfektionsmittel, und die Rasierklingen wurden nicht sachgemäß entsorgt, teilte das Bezirksamt am Mittwoch mit. Die festgestellten Mängel seien selten schwerwiegend, und die Betreiber der Salons und Shops zeigten sich überwiegend kooperativ. Nur in einem Fall war eine temporäre Schließung notwendig, während bei zwei weiteren Betrieben eine Schließung angedroht wurde.
Gesundheitsstadtrat Hannes Rehfeldt betonte: „Die Berichterstattung über den sogenannten Fadenpilz hat erhebliche Verunsicherung ausgelöst. Mit den Hygienekontrollen stellt das Bezirksamt sicher, dass Betreiber von Barbershops oder Friseurbetrieben die notwendigen Hygienemaßnahmen kennen und sie einhalten. Dass nur sechs von über 40 Betrieben mängelfrei waren, zeigt die Wichtigkeit dieser Überprüfungen.“
Berliner Barber zum grassierenden Fadenpilz: Hygiene ist das Wichtigste
Auch in Zukunft plant das Bezirksamt weitere Inspektionen in Friseursalons und Barbershops. Es hat zudem eine Informationsseite eingerichtet, die Betreiber über Hygienevorschriften und Desinfektionsmittel aufklärt. Bürger des Bezirks werden gebeten, Infektionen mit dem Fadenpilz aktiv dem Gesundheitsamt zu melden.
Eine Infektion mit Trichophyton tonsurans – auch als Fadenpilz bekannt – zeigt sich häufig durch Hautveränderungen wie Rötungen und Juckreiz, insbesondere im Nacken-, Kopf- und Bartbereich. In schweren Fällen kann es zu dauerhaftem Haarausfall kommen.
Quelle: Bezirksamt Neukölln
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