Terrorismus

Fahndung nach RAF-Terroristen: Neue Videos von Burkhard Garweg aufgetaucht

Noch nicht veröffentlichte Videos sollen den gesuchten RAF-Terroristen Burkhard Garweg zeigen. Auch ist er darauf wohl zu hören.

2 Min
Die Polizei sucht weiterhin mit Hochdruck die beiden früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg.

Die Polizei sucht weiterhin mit Hochdruck die beiden früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg.

© Julian Stratenschulte/dpa

Ermittler haben offenbar zwei bislang unbekannte Videodateien im Falle der gesuchten RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub sichergestellt. Wie der Spiegel berichtet, ist Garweg auf Filmsequenzen, die in Berlin aufgenommen worden sein sollen, zu sehen. Auch seine Stimme hört man.

Das Landeskriminalamt will dem Bericht zufolge damit bald an die Öffentlichkeit gehen. Unter anderem hoffen die Fahnder, dass Zeugen Garwegs Stimme erkennen und Hinweise auf sein Versteck geben könnten. Aus einem anderen Video sollen Screenshots veröffentlicht werden. Das zweite Video wurde dem Spiegel zufolge in einer Wohnung in Hildesheim aufgenommen.

Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete, stammten die Aufnahmen aus den Durchsuchungen im Februar und März in Berlin. Das LKA will den Angaben zufolge nun zusammen mit der Staatsanwaltschaft Verden die geplante Öffentlichkeitsfahndung starten.

Nach Garweg und Staub wird weiterhin gefahndet

Am 26. Februar wurde die RAF-Terroristin Daniela Klette festgenommen. Sie lebte jahrelang unter falscher Identität in Berlin-Kreuzberg. Sie gehörte wie Garweg und Staub der sogenannten dritten Generation der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) an, die bis 1991 zahlreiche Anschläge verübt und Menschen getötet hatte.

Nach den beiden Männern wird nach wie vor mit Hochdruck gefahndet. Im Juli veröffentlichte das LKA Niedersachsen ein Foto, das Staub im Alter von 48 Jahren zeigte. Zudem wurde ein sogenanntes Aging-Bild gezeigt, das ihn im Alter von 69 Jahren zeigen soll. 

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema