Viel Verkehr, wenig Platz, keine Radverkehrsanlagen: Für Radfahrer ist die Berliner Allee in Weißensee eine gefährliche Strecke. Zumindest an einem Morgen pro Woche gibt es nun die Möglichkeit, diesen Abschnitt in einem geschlossenen Verband sicher auf dem Rad zurückzulegen.
Entspannt und zügig mit dem Fahrrad zur Arbeit – und dabei ein Zeichen setzen! Das ist das Motto der Aktion, die von der Bürgerinitiative Berliner Allee an jedem Mittwoch organisiert wird. Der Korso startet um 8.30 Uhr an der Bushaltestelle Weißer See (Linie 255). Die gemeinsame Fahrt führt zum S-Bahnhof Greifswalder Straße.
Die Berliner Allee steht für viele andere Hauptverkehrsstraßen in Berlin, so die Initiative. „Dabei könnte Radfahren so schön sein, denn auch hier sind selbstverständlich Fahrradwege möglich, wenn man die Flächen dafür dem Kfz-Verkehr entzieht. Aber dafür fehlen leider gerade die politischen Rahmenbedingungen in Berlin.“
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Fahrradkorso: Was die Straßenverkehrsordnung sagt
Der Korso solle ein Zeichen für bessere Fahrradwege sein, sagen die Bürger. Sie nutzen den Paragrafen 27 der Straßenverkehrsordnung.
Dort heißt es: „Mehr als 15 Radfahrende dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren.“ Der Verband bleibt geschlossen, auch wenn zwischendurch eine Ampel auf Rot springt.
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