Künstliche Intelligenz

Fake-Foto von Pentagon-Explosion sorgt für Wirbel im Netz und an der Börse

Das vermutlich von einer KI erzeugte Bild wurde von vielen Nutzern geteilt. Das US-Verteidigungsministerium sah sich daraufhin zu einer Stellungnahme gezwungen.

Team News Sophie Barkey AFP/sba
2 Min
Das Pentagon in Washington.

Das Pentagon in Washington.

© Patrick Semansky/AP

Ein gefälschtes Foto einer Explosion am Pentagon in den USA hat am Montag für Aufregung in den Onlinenetzwerken gesorgt und kurzzeitig für einen Kurseinbruch an den Börsen gesorgt. Das vermutlich von einer Künstlichen Intelligenz (KI) erzeugte Bild wurde von mehreren Nutzerkonten in den Internetdiensten geteilt, so dass sich das US-Verteidigungsministerium zu einer Stellungnahme gezwungen sah. „Wir können bestätigen, dass es sich um eine Falschmeldung handelt und das Pentagon heute nicht angegriffen wurde“, sagte ein Sprecher.

Auch die Feuerwehr von Arlington bei Washington erklärte im Internet, es habe keine Explosion oder einen anderen Vorfall am oder nahe des Pentagons gegeben. Die Originalquelle des Fake-Bildes sei unbekannt. Erschwerend für die folgende Entwicklung kam hinzu, dass auch einige Accounts, die renommierten Medien ähnelten, das Bild teilten. Durch die neue Bezahlfunktion bei Twitter erschienen sie verifiziert zu sein. So etwa ein Account mit dem Handle „Bloomberg Feed“. Wer dahinter steckt, ist nicht bekannt.

Vermeintliche Explosion am Pentagon: Aktienmärkte taumeln

Das massiv geteilte Bild sorgte auch dafür, dass die Aktienmärkte für ein paar Minuten taumelten: Der Index S&P 500 brach im Vergleich zu seinem Schlusskurs am Freitag um 0,29 Prozent ein, bevor er sich wieder erholte. Es habe eine Delle gegeben, die vermutlich in Zusammenhang mit den Falschnachrichten stehe, erklärte Pat O'Hare von der Marktanalyse-Website briefing.com. „Aber ich würde anmerken wollen, dass das Ausmaß des Rückgangs nicht mit der scheinbar schlechten Natur der Fake-Nachrichten übereinstimmte.“

Neue KI-Technologien machen es Laien einfacher, in nur kurzer Zeit und ohne Fachwissen in der Bildbearbeitung überzeugende Bilder herzustellen. In der vergangenen Zeit hatten mehrere Fake-Aufnahmen für Diskussionen gesorgt – etwa von einer scheinbaren Verhaftung des früheren US-Präsidenten Donald Trump.

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