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Essay

Fake-News-Warnungen: Nicht alles ist falsch, was als falsch gebrandmarkt wird

Es gibt die Moralapostel, die kritisch Denkenden sofort den Fake-News-Vorwurf machen, wenn ihnen eine Nachricht nicht passt. Davor muss man warnen. Ein Gastbeitrag.

Michael Sienhold
5 Min
Nicht alles ist falsch, was als falsch gebrandmarkt wird.

Nicht alles ist falsch, was als falsch gebrandmarkt wird.

© Viktor Gladkov/imago

Warnungen haben die Tendenz, auf die schauen zu lassen, vor denen gewarnt wird – und nicht auf die, die warnen. Die, vor denen gewarnt wird, sollen sich erklären müssen und nicht die, die vor ihnen warnen. Das ist auch in Ordnung, wenn die Warnung aufrichtig ist. Doch gilt es dieser Tendenz zu widerstehen, wenn gegenwärtig vor Fake News gewarnt wird. Sonst lässt man sich täuschen und versteht nicht, was sich eigentlich abspielt.

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