Anja Reich (rechts) und Jenni Roth sprachen auch mit Markward Michel, dem Lokführer, der Diogos Leiche fand.
© Berliner Zeitung
Anja Reich und Jenni Roth standen im „Fall Diogo“ in mehrfacher Hinsicht vor besonderen Herausforderungen. Dies betrifft die gewählten journalistischen Darstellungsformen in Print, Online – und als True-Crime-Podcast mit inzwischen sieben Folgen. Es betrifft aber auch die monatelange Recherche, deren erste Ergebnisse im September 2020 unter der Überschrift „Wie aus einem tragischen Unfall ein brutaler Neonazi-Mord wurde“ in der Berliner Zeitung veröffentlicht wurden.
Wie aus einem tragischen Unfall ein brutaler Neonazi-Mord wurde
Fall Manuel Diogo: „Keine Anhaltspunkte für Tötungsdelikt und Manipulationen“
Anja Reich und Jenni Roth wollten wissen: Was ist wirklich passiert?
Hintergrund: Im Jahr 1986 starb der Mosambikaner Manuel Diogo bei einer Zugfahrt in Brandenburg. Für die DDR-Behörden war es ein Unfall. Aber 30 Jahre später hieß es plötzlich, Neonazis hätten den Mosambikaner ermordet, die Stasi habe es vertuscht. Anja Reich und Jenni Roth fragten sich: Was ist wirklich passiert? Durch ihre hartnäckige Arbeit entlarvten die Reporterinnen der Berliner Zeitung den vermeintlichen Neonazi-Mord als Medien-Legende. Dass es keine Anhaltspunkte für ein Tötungsdelikt und Manipulationen gibt, bestätigte schließlich auch die Staatsanwaltschaft. Nicht zuletzt setzten sich Anja Reich und Jenni Roth unter der Überschrift „Das Geschäft mit der DDR“ kritisch mit einem Historiker auseinander, der zur Verbreitung der falschen Mordthese beigetragen hatte.
Das Geschäft mit der DDR
Hier geht es zum Podcast „Erfindung eines Verbrechens – Der Fall Diogo“: Soeben ist der siebte Teil auf der Internetseite der Berliner Zeitung erschienen.
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