Getöteter Journalist

Justiz in Riad fordert im Fall Khashoggi die Todesstrafe

Fünf an der Tat Beteiligte sollen für den Mord an dem Journalisten sterben.

BLZ
2 Min
Der saudi-arabische Journalist Jamal Khashoggi ist am 2. Oktober im Konsulat in Istanbul ermordet worden.

Der saudi-arabische Journalist Jamal Khashoggi ist am 2. Oktober im Konsulat in Istanbul ermordet worden.

© AP

Der Regierungskritiker Khashoggi hatte am 2. Oktober das Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul betreten, um Dokumente für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Er tauchte nie wieder auf. Erst unter immensem internationalen Druck gab Saudi-Arabien den Tod Khashoggis zu. Riad kündigte eine eigene Untersuchung an.

18 Verdächtige festgenommen

Saudi-Arabien beschuldigt hochrangige Regierungsmitarbeiter, ein 15-köpfiges Spezialteam zur Ausführung der Tat auf eigene Faust losgeschickt zu haben. Insgesamt ließ die saudische Führung 18 Verdächtige festnehmen. Damit habe sie offensichtlich den mächtigen Kronprinzen aus der Schusslinie nehmen wollen, meinten Kritiker.

Nach Darstellung Riads vom Donnerstag sollte das 15-köpfige Team Khashoggi überzeugen, mit ihnen nach Saudi-Arabien auszureisen. Die Situation sei eskaliert und dem im Exil lebenden Kolumnisten der „Washington Post“ sei eine Injektion verabreicht worden, an der er starb.

Erwürgt, zerstückelt, entsorgt

Sein Körper sei zerstückelt und aus dem Konsulat gebracht worden.
Nach Angaben der türkischen Justiz wurde Khashoggi kurz nach Betreten des Konsulats erwürgt, seine Leiche wurde zerstückelt und entsorgt.

Türkische Ermittler gehen davon aus, dass der Befehl für die Tötung Khashoggis aus höchsten Regierungskreisen kam. Ankara hatte die Geheimdienstinformationen - darunter Audioaufnahmen - unter anderem mit Deutschland geteilt. (dpa)

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