Der Familienvater gestand demnach in seinem Abschiedsbrief, dass ein noch Unbekannter in seinem Auftrag das Impfzertifikat für seine Frau gefälscht hatte. Ihr Arbeitgeber habe dies erfahren, was sehr viel Druck in der Familie ausgelöst habe. Ob die Ängste des Vaters begründet waren, wollte der Oberstaatsanwalt nicht kommentieren. In dem Brief schrieb der 40-jährige Vater, dass der Arbeitgeber der Impfpassfälschung „mit aller Strenge nachgehen wollte“, so Bantleon.
Impfpass-Fälschung: Polizei und Jugendamt hatten wohl keine Kenntnis
Er sagte aber auf Nachfrage: „Ob der Arbeitgeber damit zur Polizei gehen wollte oder andere Konsequenzen androhte, wissen wir nicht. Ich gebe nur seine Worte wieder“. Nach bisherigen Erkenntnissen seien keine Ermittlungen wegen Urkundenfälschung eingeleitet worden. Auch andere Behörden – wie das Jugendamt beispielsweise – hatten wohl keine Kenntnis von der Impfpassfälschung.
Ermittlungen: Vater tötete Frau und drei Kinder – und brachte sich dann um
Der Familienvater soll seine Frau, ebenfalls 40 Jahre alt, und seine drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren getötet haben – man fand alle mit Schussverletzungen. Zunächst hieß es, sie wiesen Schuss- und Stichverletzungen auf. Das revidierte die Staatsanwaltschaft jetzt. Eine Schusswaffe fanden die Ermittler ebenfalls im Haus. Ob es sich dabei um die Waffe handelt, mit der geschossen wurde, sei derzeit aber noch offen. Die Obduktion der fünf Toten sollte einige Tage dauern.
Hilfe-Nummern
Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de
Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Sonnabend nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de.
Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de
Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de
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