Fashion Week

Erinnerungskultur und Statements für die Arbeiterklasse: Tag vier der Berliner Modewoche zeigte sich politisch

Der letzte Tag der Modewoche bescherte dem müden Publikum ein fulminantes Finale mit Staraufgebot und progressiver Mode.

Auf den Laufstegen machte sich am vierten und letzten Tag der Modewoche keine Müdigkeit bemerkbar – anders als beim Publikum.

Auf den Laufstegen machte sich am vierten und letzten Tag der Modewoche keine Müdigkeit bemerkbar – anders als beim Publikum.

© Finnegan Koichi Godenschweger

Sonntag war Tag vier und damit der letzte Tag der Berliner Modewoche – zwar merkte man einigen im Modepublikum an, dass sie schon drei volle Tage und Nächte hinter sich hatten, doch das von Reference Studios im Kronprinzenpalais inszenierte Format „Intervention“ hauchte wohl jedem noch einmal frische Energie ein.

Der Gründer Mumi Haiati machte seinem Ruf als Netzwerker mal wieder alle Ehre und wartete mit den wohl hochkarätigst besetzten Front Rows auf. Wer auf der Zuschauerbank sitzt, ist inzwischen immerhin genauso wichtig wie das, was sich auf dem Laufsteg abspielt. Im Publikum befanden sich etwa Musiker wie Zartmann und Berq, die Sängerin Zsá Zsá, die „Discounter“-Produzentenbrüder Emil und Oscar Belton sowie der HipHop-Erfolgsproduzent Stickle.

Doch auch auf dem Runway ging es natürlich spannend zu: Von Streetwear mit Coming-of-Age-Film-Touch bis hin zu präziser Schneiderkunst jenseits von Geschlechtergrenzen und Gartenflair über den Dächern Berlins lieferte die Mode ein prall gefülltes und starkes Finale.

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