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FBI-Zugriff gegen Präsident Tapia am JFK? Argentiniens Fußballverband dementiert heftig

Nach einem Bericht über eine angebliche Festsetzung am New Yorker Flughafen stellt sich der Verband hinter seine Führung. In den USA laufen Ermittlungen zu den AFA-Finanzen.

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Lionel Messi (l.) und AFA-Präsident Claudio Tapia nach dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien

Lionel Messi (l.) und AFA-Präsident Claudio Tapia nach dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien

© Maurice van Steen/imago

Der argentinische Fußballverband AFA hat am Mittwoch einen Bericht des Fernsehsenders TN zurückgewiesen, wonach US-Ermittler Verbandspräsident Claudio Tapia in New York festgesetzt und elektronische Geräte beschlagnahmt haben sollen.

Es sei „absolut falsch“, dass Tapia oder Schatzmeister Pablo Toviggino von der US-Justiz zur Aussage vorgeladen worden seien, teilte die AFA laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. Auch die Angabe, ihre Mobiltelefone oder andere elektronische Geräte seien sichergestellt worden, treffe nicht zu.

Sender berichtet von Zwischenfall am Flughafen

Der argentinische Fernsehsender TN hatte am Mittwoch berichtet, Beamte der US-Bundespolizei FBI hätten Tapia bereits am Montag am John-F.-Kennedy-Flughafen vor dem Rückflug der argentinischen Nationalmannschaft angehalten. Zudem seien Computer und Telefone aus dem Charterflug AR1971 der Aerolíneas Argentinas mitgenommen worden. Der Abflug habe sich dadurch von ursprünglich 6 Uhr auf etwa 8.15 Uhr verzögert.

Nach Darstellung des Senders sollen Verbandsvertreter am 30. Juli vor einem Bundesgericht im südlichen Distrikt von Florida aussagen.

Verband verweist auf Vorladung eines Dritten

Laut der AFA-Mitteilung vom Mittwoch richtet sich das Schriftstück des US-Bezirksgerichts jedoch nicht an Tapia oder Toviggino, sondern an eine nicht namentlich genannte dritte Person. Diese solle vor einer Grand Jury erscheinen und möglicherweise Unterlagen und Kommunikation vorlegen, in die auch Vertreter des Verbands eingebunden seien.

Eine Grand Jury ist im US-Recht ein Geschworenengremium, das über die Erhebung einer Anklage entscheidet. Das Dokument enthalte keine Maßnahme gegen Tapia oder Toviggino selbst, betonte die AFA.

Nach Angaben des argentinischen Portals Infobae, auf das sich Reuters bezieht, prüfen US-Behörden mit der AFA verknüpfte Geschäftsverträge im Umfang von mehr als 300 Millionen US-Dollar. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit einer breiteren Untersuchung der Finanzen des argentinischen Fußballverbands, in deren Rahmen es im Dezember 2025 Durchsuchungen wegen Geldwäscheverdachts gegeben hatte. Formelle Anklagen gegen Tapia, Toviggino oder weitere genannte Personen liegen in den USA laut TN bislang nicht vor.

Die AFA mahnte Medien zu sorgfältiger Recherche und drohte mit rechtlichen Schritten gegen die Verbreitung falscher Angaben.

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