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FC Bayern München

Tuchel sauer auf Hoeneß: „Ich bin in meiner Trainerehre verletzt“

Die Kritik von Uli Hoeneß an der Arbeit von Thomas Tuchel mit jungen Spielern kommt beim Bayern-Trainer gar nicht gut an. Tuchel redet sich vor dem Spiel gegen Frankfurt in Rage.

Team News dpa/SID/BLZ
3 Min
Bayerns Trainer Thomas Tuchel hat der Kritik von Uli Hoeneß vehement widersprochen. 

Bayerns Trainer Thomas Tuchel hat der Kritik von Uli Hoeneß vehement widersprochen. 

© Sven Hoppe/dpa

Trainer Thomas Tuchel von Bayern München hat fassungslos auf die Kritik von Ehrenpräsident Uli Hoeneß reagiert, wonach er keine jungen Spieler entwickeln wolle. „Ich bin in meiner Trainerehre verletzt“, sagte Tuchel vor dem Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag bei Sky.

„Da habe ich sehr wenig Verständnis für. Ich find's absolut haltlos, aber okay“, sagte Tuchel. Und weiter: „Das ist so weit an der Realität vorbei, dass ich eigentlich gar nicht darauf reagiert hätte, wenn es nicht von Uli Hoeneß gekommen wäre.“

Hoeneß (72) war von einem Podiumsgespräch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit der Aussage zitiert worden, Tuchel habe „eine andere Einstellung. Er meint nicht, dass er einen (Alphonso) Davies, (Aleksandar) Pavlovic oder (Jamal) Musiala verbessern kann. Wenn es nicht klappt, sollte man einen anderen kaufen.“ Hoeneß wiederum meinte, „man sollte hart an ihnen arbeiten und ihnen Selbstvertrauen geben“.

Tuchel sichtlich angefasst

Tuchel, der die Münchner im Sommer verlassen muss, reagierte im Sky-Interview sichtlich angefasst auf die Kritik. Zumal die Bayern am kommenden Dienstag im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid gefordert sind. Dadurch bekomme die Kritik zusätzlich „ein bisschen eine andere Note“, sagte Tuchel.

Hoeneß' Worte würden sein „tiefstes Verständnis“ als Trainer ankratzen, sagte Tuchel und zählte aus seinen Stationen beim FSV Mainz 05, bei Borussia Dortmund, bei Paris Saint-Germain und beim FC Chelsea beispielhaft Namen von zu jener Zeit jungen Spielern auf, die er und sein Trainerteam gefördert hätten. Der 50-Jährige redete sich richtig in Rage. „Wenn wir was nachgewiesen haben in den letzten 15 Jahren“, sagte Tuchel, dann sei es, dass „junge Spieler immer einen Platz“ im Training und im Spiel hätten.

„Ich hätte auf diese Aussage überhaupt nicht reagiert, wenn sie nicht von Uli Hoeneß, unserem Boss, und vier Tage vor dem Real-Spiel gekommen wäre“, meinte Tuchel irgendwann. Eine Aussprache mit Hoeneß wolle er nicht: „Wenn ich das auch noch herunterschlucken muss, dann schlucke ich das runter. Schwamm drüber. Ich habe schon zu viel darüber geredet.“

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