Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin wird den Nachfolger von Cheftrainer Uwe Neuhaus am Dienstag präsentieren. Das teilte Pressesprecher Christian Arbeit am Montag der Nachrichtenagentur dpa mit und verwies auf die Pressekonferenz des Vereins am Dienstag um 11.00 Uhr in Berlin.
Union-Coach Neuhaus wird nach sieben Jahren abgelöst
Uwe Neuhaus hatte in sieben Jahren bei Union den Verein aus der Regionalliga über die 3. Liga in das Unterhaus der Bundesliga geführt. Er war der am längsten beschäftigte Trainer im deutschen Profi-Fußball und zugleich der am längsten tätige Union-Coach der Vereinsgeschichte.
Die Union-Profis beendeten die insgesamt unbefriedigende Spielzeit am Montag mit einem Treffen im Stadion An der Alten Försterei, bevor für sie nun der Urlaub beginnt. Die Akteure gehen noch mit den Trainingsplänen des scheidenden Coaches Neuhaus in die Ferien, der in der vergangenen Woche noch einen Laktat-Test durchführen ließ.
Neuer Saison, neuer Trainer
Der Trainingsauftakt für die Spielzeit 2014/15 ist für den 25. Juni vorgesehen. Laut Christian Arbeit soll der komplette Sommerfahrplan im Verlauf dieser Woche veröffentlicht werden. Ein letztes Wort hat da aber sicher auch noch der neue Trainer mitzureden. In den vergangenen Wochen waren in Berliner Medien und Fan-Kreisen zahlreiche Namen für die Neuhaus-Nachfolge diskutiert worden. Doch die Vereinsführung hielt sich stets bedeckt. Präsident Dirk Zingler hatte beim Fan-Treffen in Aalen nur angekündigt, dass fünf Bewerber in die engere Wahl gekommen seien. Der Name des neuen Coaches solle aber aus Respekt vor Neuhaus erst nach dem Heimspiel gegen 1860 München (1:1) verkündet werden.
Abschied von den Fans
Am 26. April hatte Zingler überraschend die Trennung von Neuhaus zum Saisonende bekanntgegeben und dies mit einem notwendigen „mentalen und emotionalen Neustart im sportlichen Bereich“ begründet. Vor dem letzten Saison-Spiel war Neuhaus, der noch einen Vertrag bis 2016 hatte, vom Verein und den Fans würdig verabschiedet worden.
Nach der schlechten Rückrunde und zuletzt sechs Spielen ohne Sieg waren die Köpenicker am Ende froh, noch einen einstelligen Tabellenplatz erreicht zu haben. „Der neunte Platz ist besser als der elfte“, sagte Stürmer Sören Brandy. In guter Erinnerung wird auch Torsten Mattuschka die Saison behalten. Der Kapitän wurde mit zwölf Toren und zwölf Treffern Topscorer der 2. Bundesliga.
Zuschauerrekord in der Alten Försterei
Trotz der durchwachsenen Leistungen erlebte Union einen Zuschauerboom an der Kultstätte Alte Försterei. Mit durchschnittlich 19 889 Zuschauern, dem sechstbesten Wert der Liga, freuten sich die „Eisernen“ über einen Vereinsrekord. Die alte Bestmarke stammt noch aus DDR-Oberliga-Zeiten. Im Aufstiegsjahr 1976/77 kamen im Schnitt 17 923 Anhänger zu Union-Heimspielen. (dpa)
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