Flughafen-Weiterbetrieb

Sind Elektroflieger die Rettung für Tegel?

Subventionen, sonst bei der FDP eher verschrien, sollen leise Flugzeuge anlocken.

Gerhard Lehrke
2 Min
„Extra 330LE“ auf Rekordflug: 337,5 km/h schaffte das elektrische Flugzeug, wenn auch nur mit einem Piloten und ohne Passagier.

„Extra 330LE“ auf Rekordflug: 337,5 km/h schaffte das elektrische Flugzeug, wenn auch nur mit einem Piloten und ohne Passagier.

© Siemens

„Das Land Berlin erstattet ... die Gebühren für Starts und Landungen am Flughafen Berlin-Tegel ... jeweils zur Hälfte, soweit das Flugzeug mit elektrischem oder hybrid-elektrischem Antrieb ausgerüstet ist“, steht in dem Entwurf, der angesichts der Entwicklungen in der Luftfahrtindustrie so abseitig nicht mehr ist.

Bislang nur kleine Flugzeuge

Boeing und chinesische Firmen arbeiten an E-Flugzeugen, Siemens will im Verein mit Airbus bis etwa 2030 ein hybrides Regionalflugzeug bauen, das per Verbrennungsmotor Strom für Turbinen- oder Propellerantrieb produziert.

Bislang allerdings sind elektrische Flieger eher klein. 2016 ließ die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein viersitziges, 500 Kilogramm leichtes Gerät „HY4“ steigen, in dem Wasserstoff in einer Brennstoffzelle den Strom für den Propellermotor erzeugte. Man sei aber mangels einer hinreichenden Energiequelle und des Gewichts von Elektromotoren noch weit davon entfernt, ein 100-Tonnen-Flugzeug antreiben zu können. Siemens aber brachte am 23. März 2017 eine elektrische Kunstflugmaschine schon auf fast 340 Stundenkilometer und 11 Meter Steigfähigkeit pro Sekunde, bis sie 3000 Meter hoch gestiegen war.

Antrag abgelehnt

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja warb für die Idee, die einer innovativen Stadt Berlin gut zu Gesicht stünde. Erfolg hatte er nicht: Der Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses lehnte den Antrag am Donnerstag ab. Neben der FDP war nur die AfD dafür.

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