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3. Liga

„Habe geweint“: Götze-Bruder von Dresden-Fans bespuckt und erniedrigt

Mario Götzes Bruder Felix spielt beim Drittligisten Rot-Weiss Essen. Am Samstag verletzt er sich beim Spiel in Dresden am Kopf. Was danach passiert, hat ihn schockiert.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Einige Fans von Dynamo Dresden sollen Felix Götze beleidigt und bespuckt haben.

Einige Fans von Dynamo Dresden sollen Felix Götze beleidigt und bespuckt haben.

© Hentschel/Imago

Felix Götze, Bruder des einstigen WM-Siegtorschützen Mario Götze, hat mit Fassungslosigkeit auf die Vorkommnisse beim Drittliga-Spiel seines Klubs Rot-Weiss Essen bei Dynamo Dresden (2:2) reagiert.

„Gestern habe ich das erste Mal in meiner Fußballkarriere geweint. Nicht vor Schmerzen, sondern weil es erniedrigend war, mit blutendem Gesicht und unter Schock beleidigt, bespuckt und beworfen zu werden. Es gibt Grenzen und die wurden gestern leider überschritten“, schrieb Götze auf Instagram.

Der 26-Jährige war mit einer blutenden Platzwunde auf einer Trage vom Platz gebracht worden. Daraufhin war er mit „Auf Wiedersehen“-Rufen aus dem Dynamo-Fanblock verabschiedet worden. Auch mussten ihn die Sanitäter mit Regenschirmen vor Wurfgeschossen aus der Kurve schützen.

Dynamo Dresden gibt Stellungnahme ab

Dynamo Dresden meldete sich nun zu den Vorwürfen. „Bei aller sportlicher Rivalität sollte in jeder Situation, insbesondere bei Verletzungen der Spieler, der Fairplay-Gedanke auf und neben dem Platz im Vordergrund stehen“, sagte Kommunikationschef David Fischer in einer Vereinsmitteilung. Er bat Götze um Entschuldigung für die Vorfälle.

„Ich liebe diesen Sport und ich schätze alle Fans, denn ohne euch wäre der Fußball nicht das, was er ist“, schrieb Götze weiter: „Aber, bei allen Emotionen, dürfen gewisse Grenzen einfach nicht überschritten werden – das war gestern leider der Fall. In jedem Trikot, das unten auf dem Rasen getragen wird, steckt ein Mensch!“

Götze hatte sich kurz vor Schluss bei einer Rettungsaktion verletzt. Er stieß dabei mit dem Dresdner Jakob Lemmer zusammen und wurde daraufhin vom Platz getragen.

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