Festival "Unknown Pleasures"

Jenseits von Hollywood

Dass Blockbuster aus Amerika auch hierzulande das Mainstreamkino regieren, ist bekannt. Doch auch die amerikanischen Indie-Produktionen sind seit jeher sehenswert. Im Kino Babylon bietet das Festival "Unknown Pleasures" wieder die Chance, diese zu genießen.

Anne Vorbringer
2 Min
Stacy Keach, wohlbekannter US-Schauspieler und Sprecher in seinem neuen Film "Nebraska".

Stacy Keach, wohlbekannter US-Schauspieler und Sprecher in seinem neuen Film "Nebraska".

© Paramount Lizenz

An interessanten amerikanischen Filmen herrscht in unseren Kinos wahrlich kein Mangel. Doch auch kleinere Produktionen außerhalb des Mainstreams, die sich nicht so einfach in den wöchentlichen Kinostart-Rhythmus integrieren lassen, sind ein wichtiger Teil des US-Kinos. Hierzulande sind diese Filme kaum präsent. Eine Lücke, die das Festival „Unknown Pleasures“ in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal schließt. Im Kino Babylon wird eine Auswahl der besten und spannendsten Independent-Filme gezeigt, die im Schatten der Hollywood-Industrie entstanden sind.

Dabei sind die Regisseure und Schauspieler oft keineswegs Unbekannte, zuletzt liefen auf dem Festival zunehmend größere Produktionen wie Quentin Tarantinos „Django Unchained“. In diesem Jahr zeigen die Macher unter anderem Werner Herzogs Mini-Serie „Death Row 2“ (Sa 21.30 Uhr), in der sich der Regisseur mit dem Schicksal von Menschen beschäftigt, die in den USA zum Tode verurteilt auf ihre Hinrichtung warten. Menschen, die ihre eigenen Kinder ermordet, andere, die zufällig Vorbeikommende getötet haben.

In „Nebraska“ (Sa 19.30 Uhr) erzählt Alexander Payne, der Regisseur von „Sideways“ und „About Schmidt“, wie ein Vater und sein Sohn von Montana nach Nebraska reisen, um einen großen Lottogewinn einzufordern. Neben dem großartigen Bruce Dern in der Rolle des alten Spinners Woody ist in der Schwarz-Weiß-Produktion auch Stacy Keach mal wieder zu sehen, der in den Achtzigern den Privatdetektiv Mike Hammer spielte.

Unknown Pleasures #6: Bis 15. Januar im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz, www.babylonberlin.de

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