Flüchtlinge in Brandenburg

600 Flüchtlinge sollen in Ex-Kaserne ziehen

Viele Bundeswehrkasernen stehen in Brandenburg leer. Sie sind meist gut ausgestattet und können schnell als Unterkünfte für Flüchtlinge dienen. Nun sollen 600 Flüchtlinge in einer Ex-Kaserne ziehen.

BLZ
2 Min
Aus einer ehemaligen Kaserne in Brandenburg soll bald ein Flüchtlingsheim gemacht werden.

Aus einer ehemaligen Kaserne in Brandenburg soll bald ein Flüchtlingsheim gemacht werden.

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Etwa 600 Flüchtlinge sollen künftig in einer ehemaligen Bundeswehrkaserne in dem 1600 Einwohner zählenden Ort Damsdorf (Potsdam-Mittelmark) untergebracht werden. Die Anlage außerhalb des Dorfes sei dafür gut geeignet, sagte die Sprecherin des Landkreises, Andrea Metzler, am Dienstag. Die „Märkische Allgemeine“ hatte über das Vorhaben berichtet. „Wir würden die bei uns ankommenden Menschen auch gern anders unterbringen als in großen Objekten“, betonte Landrat Wolfgang Blasig (SPD). Das sei aber angesichts des großen Zustroms leider nicht möglich. Es fehle an Unterkünften.

Potsdam-Mittelmark musste bereits 751 Menschen unterbringen

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark musste seit Jahresanfang bereits 751 Flüchtlinge und Asylbewerber unterbringen. Monatlich werden 110 bis 120 Neuankömmlinge erwartet. Für das gesamte Jahr waren ursprünglich 800 Menschen eingeplant.
In Doberlug-Kirchhain (Dahme-Spreewald) wird gerade eine ehemalige Kaserne der Fallschirmjäger für 760 Flüchtlinge vorbereitet. Die ersten sollen im Herbst einziehen. Geprüft wird auch das frühere Militärgelände Wünsdorf-Waldstadt als Standort für ein Flüchtlingsheim. Die ersten Menschen könnten Anfang 2016 dort untergebracht werden.

13 900 Flüchtlinge erwartet

In Brandenburg werden in diesem Jahr nach Prognosen knapp 13 900 Flüchtlinge erwartet, zu Jahresanfang war noch mit 9200 Personen gerechnet worden.
Die Gebäude in Damsdorf sind nach Angaben des Landkreises nach Abzug der letzten Soldaten 2004 in gutem Zustand, alle technischen Anlagen sind in Ordnung. Die Flüchtlinge sollen dann in Übergangsheime und auf andere Unterkünfte verteilt werden.
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümer muss allerdings noch zustimmen. Frühestens Ende August könnten die ersten Flüchtlinge einziehen. (dpa)

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