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Migration

Flüchtlinge: Mehr als 3000 unbegleitete Minderjährige in Berlin erfasst

Die meisten minderjährigen Geflüchteten, die nach Berlin kommen, stammen aus Syrien und Afghanistan. Sie finden in speziellen Einrichtungen Unterstützung und Bildungsangebote.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Ein jugendlicher Flüchtling sitzt neben einem anderen geflüchteten Jugendlichen auf einer Terrasse.

Ein jugendlicher Flüchtling sitzt neben einem anderen geflüchteten Jugendlichen auf einer Terrasse.

© Felix Kästle/dpa

Nach ihrer Ankunft werden die Minderjährigen in spezielle Unterkünfte gebracht, die von Trägern der Jugendhilfe geleitet werden. Dort erhalten sie rund um die Uhr Betreuung und haben Zugang zu Deutschkursen. Laut der Behörde wurden seit dem vergangenen Jahr zahlreiche neue Unterkünfte für diese Zwecke angemietet oder eröffnet.

Junge Flüchtlinge in Berlin: Viel Erfahrung mit Notzuständen

Für Jugendliche, die noch keinem Bezirk zugeteilt sind und noch keinen Schulplatz haben, bietet das Kunstlabor „S27 – Kunst und Bildung“ seit diesem Sommer spezielle Lernwerkstätten an. „Viele sind sehr enthusiastisch und wollen in der neuen Umgebung schnell etwas erreichen“, sagte Geschäftsführerin Barbara Meyer der Deutschen Presse-Agentur. Sie stünden zum Teil aber auch unter Druck. In der Regel seien sie seit mehreren Jahren unterwegs und versorgten trotz schwieriger Alltagsprobleme ihre Familien in der Heimat, sagte Meyer. „Auch wenn sie ganz junge Bürschchen sind, haben sie die Last, Geld nach Hause zu schicken, das sie irgendwo mit einem kleinen Job erwirtschaften.“

Das Projekt „Berlin Karussell-Lernwerkstätten“ bietet unter anderem Deutschkurse, Sport- und Freizeitworkshops sowie kreative Werkstätten an. Jeweils 40 unbegleitete Minderjährige nehmen für sechs Wochen an dem ganztägigen Angebot teil. Kommendes Jahr soll die Zahl der Teilnehmer laut der Geschäftsführerin verdoppelt werden.

Meyer zufolge merkt man, dass die Jugendlichen viel Erfahrung mit Notzuständen haben. „Manche zeigen Auswirkungen von Traumatisierungen, leiden unter Konzentrationsproblemen.“ Trotz der unsicheren Lebenslage seien viele bei ihrer Ankunft aber unheimlich optimistisch. „Einige bringen konkrete Ideen für einen späteren Beruf mit, dazu gehören oftmals handwerkliche Berufe, aber auch Ingenieur wird oft genannt.“ Viele zeigten bereits erstaunliche handwerkliche Fähigkeiten.

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