Fahrlässige Tötung

Keine Hilfe für schwangere Flüchtlings-Frau? Staatsanwalt ermittelt

Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf.

BLZ
1 Min
Ein Flur im Wohncontainerdorf für Flüchtlinge und Asylsuchende in Berlin-Lichtenberg.

Ein Flur im Wohncontainerdorf für Flüchtlinge und Asylsuchende in Berlin-Lichtenberg.

© picture alliance / dpa

Schließlich gelangte sie mit ihrem Mann laut Flüchtlingsrat auf eigene Faust zu Fuß und per Bahn in ein gut drei Kilometer entferntes Krankenhaus, wo sie von einem toten Jungen entbunden wurde. Die Todesursache soll akute Plazentainsuffizienz gewesen sein. Ob das Kind bei früherer medizinischer Hilfe überlebt hätte, ist unklar.

Das Ehepaar, dessen Nationalität nicht mitgeteilt wurde, kam vor rund zwei Monaten nach Berlin und spricht kein Deutsch. Nach Erkenntnissen des Heimbetreibers habe es in der fraglichen Nacht zum 23. Juni „massive Verständigungsproblemen“ zwischen den Beteiligten gegeben. Klar sei aber: „Eine Dienstanweisung, in Notfällen einen Krankenwagen zu rufen, wurde nicht eingehalten.“ Das Paar wird von einem Rechtsanwalt vertreten, der inzwischen Strafanzeige erstattete. (dpa)

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