Die deutsche Fregatte „Hessen“ hat bei ihrem Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen im Roten Meer einen weiteren Angriff abgewehrt. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr im Onlinedienst X mitteilte, vereitelte die „Hessen“ am Samstagnachmittag „einen Angriff gegen ein ziviles Frachtschiff“ im Roten Meer. „Ein anfliegender Flugkörper konnte zerstört werden“, hieß es weiter.
Die „Hessen“ ist seit Ende Februar im Roten Meer im Einsatz, um Handelsschiffe gegen Angriffe der aus dem Jemen agierenden Huthi-Miliz zu schützen. Der Einsatz ist Teil der EU-Militärmission „Aspides“. An ihrem vierten Einsatztag hatte die Fregatte bereits zwei Huthi-Drohnen abgeschossen. Mitte März wehrte sie nach Bundeswehr-Angaben einen Angriff mit einer Überwasserdrohne gegen einen zivilen Schleppverband ab.
Befinden sich auch russische Kriegsschiffe im Roten Meer?
Seit mehreren Monaten greift die jemenitische Huthi-Miliz Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden an, einer wichtigen internationalen Handelsroute. Die USA und Großbritannien reagierten mit Angriffen auf Huthi-Stellungen im Jemen und wollen weitere Attacken auf Frachtschiffe damit verhindern. Russische Kriegsschiffe der Pazifikflotte sollen Ende März die Bab-al-Mandab-Straße (zu Deutsch: Tor der Tränen) durchquert haben. Sie befinden sich laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass also seit mehr als einem Monat im Roten Meer. Offiziell bestätigt ist das nicht.
Zudem versuchen Kriegsschiffe zweier internationaler Koalitionen, den Schiffsverkehr entlang der jemenitischen Küste zu sichern.
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