Reisende sollen Smartphone, Tablett und E-Reader künftig auch bei Start und Landung nutzen können. Eine entsprechende Regelung will die Easa noch Ende des Monats vorlegen. „Im Prinzip kann es schon im Dezember losgehen“, sagt Easa-Sprecher Dominique Fouda. Einzige Voraussetzung: Die Fluglinien müssen die Ausweitung der Handy-zone vorher bei ihrer nationalen Luftfahrtbehörde genehmigen lassen, in Deutschland also vom Luftfahrtbundesamt in Braunschweig.
Nur im Flugmodus
Europa zieht mit diesen Reiseerleichterungen mit den Vereinigten Staaten gleich. Dort ist das grenzenlose Surfen schon erlaubt. Die EU zögerte bislang mit einem entsprechenden Beschluss. Die Technik der mobilen Geräte kann nämlich die Technik des Flugzeugs beeinflussen. Vor allem aus der Anfangszeit der mobilen Telefonie erinnert sich mancher Pilot an unliebsame Momente, an denen Seiten- oder Höhenruder für kurze Sekunden plötzlich wie wie von Geisterhand gelenkt schienen. Nun sagt Fouda: „Die Technologie entwickelt sich weiter. Das gilt sowohl für die elektronischen Geräte als auch für die Flugzeuge.“
Nur Surfen ist also schöner? Ganz so wird es nicht. Denn die neue Reiseerleichterung gilt zwar schon bald. Foudas weist jedoch darauf hin, dass die Geräte dabei selbstverständlich im Flugmodus sein müssen. Also kein Internet bei Start und Landung. Aber immerhin Lesen und Musikhören sollen künftig möglich sein.
Fouda geht sogar noch einen Schritt weiter. „Wir denken auch daran, das Telefonieren per Handy an Bord zu erlauben“, sagt der Easa-Sprecher. Das wäre dann wirklich eine Revolution. Aber keine stille. Wenn auch über den Wolken grenzenlos gequasselt werden kann, sind die lästigen Sicherheitsankündigungen vor dem Start bald das kleinere Übel. Mancher Flugpassagier wird sich dann bald wieder nach dem Satz sehnen. „Schalten Sie bitte jetzt alle elektronischen Geräte aus.“
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