Es ist nicht leicht, für Furore zu sorgen in der Formel 1, wenn man statt zweier havarierender Bullen den ausbrechenden Hengst spazieren fährt. In der Friedfertigkeit scheinen sich die Symbolfiguren in nichts nachzustehen. Scheinen... Während die Bullen vom Weltmeister Sebastian Vettel zuverlässig und unfallfrei von Sieg zu Sieg kutschiert werden, bekommt der Hengst immer mal wieder einen Sonderauftritt, um sich aus dem Rest des Hinterherfahrerfeldes ein bisschen abzuheben. Mal wurde er von seinem spanischen Kutscher vor dem Ziel angehalten, um den trampenden Australier Mark Webber aufsatteln zu lassen, der sein Bullenauto einem plötzlichen Feuer überlassen hatte. In Abu Dhabi beeindruckte der Kutscher Fernando Alonso mit den Folgen eines Ausweichmanövers. Er ließ den Hengst unsanft mit großem Krawumm über den Randstein hüpfen und stauchte seinen Körper so hart, dass die Fans über ein Foto staunten: Es zeigte Alonso auf einer Trage, den Kopf fixiert, den Hals in einer Krause verpackt, den Körper von Wärmefolie geschützt. „Ich habe noch alle Zähne“, sagte der Hengstkutscher Alonso, „aber mir tut der Rücken weh.“
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