Forsa-Umfrage

Berliner sind wieder optimistischer

Eine im Auftrag der Berliner Zeitung durchgeführte Forsa-Umfrage zeigt: Im Vergleich zum Vorjahr erwarten viele Hauptstädter mehr Positives im neuen Jahr. Im Jahr 2013 glaubte noch fast die Hälfte der Hauptstädter an eine neue Krise, jetzt ist es nicht einmal mehr ein Drittel

J. Thomsen und M. Loke
3 Min
Gute Aussichten für Berliner? Nach einer Umfrage sind die Berliner optimistischer als im Jahr zuvor.

Gute Aussichten für Berliner? Nach einer Umfrage sind die Berliner optimistischer als im Jahr zuvor.

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Die Berliner blicken mit einiger Hoffnung auf das neue Jahr. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Berliner Zeitung geben deutlich mehr Hauptstädter als im Vorjahr an, dass sie für sich persönlich ein besseres Jahr erwarten, als das vergangene war.

Mit 43 Prozent sagt das annähernd die Hälfte, während es ein Jahr zuvor nur 36 Prozent waren, also gut ein Drittel. Der Anteil derer, die aktuell ein schlechteres Jahr erwarten, hat sich binnen zwölf Monaten sogar halbiert: Nur noch acht Prozent blicken pessimistisch auf 2014, im Vorjahr waren es noch 16. Optimismus ergibt sich auch hinsichtlich der finanziellen Situation: Dass sie 2014 mehr Geld zur Verfügung haben werden als im Vorjahr, glauben 24 Prozent – ein leicht gestiegener Wert. Dass sie ärmer werden, glauben nur noch 26 Prozent – statt 34 Prozent im Vorjahr.

Nach den größten Sorgen mit Blick auf 2014 befragt, ergibt sich vor allem, dass deutlich weniger Berliner als im Vorjahr mit wirtschaftlichem Abschwung rechnen. Hier dürfte der wichtigste Grund für die steigende Zuversicht liegen. Im Jahr 2013 glaubte noch fast die Hälfte der Hauptstädter an eine neue Krise, jetzt ist es nicht einmal mehr ein Drittel. Und das zu Recht: Denn die Berliner Wirtschaft wird voraussichtlich wieder ein höheres Wachstum als Deutschland insgesamt erreichen. Die Investitionsbank Berlin sagt für die Hauptstadt ein Plus von zwei Prozent voraus, während für Deutschland etwa 1,6 Prozent prognostiziert werden.

Die Angst der Berliner vor terroristischen Anschlägen ist klar gesunken. Die Hauptsorgen wenden sich stärker ins Private: Mehr Menschen als zuvor fürchten Krankheiten (46 Prozent) oder ein Unglück in der Familie (40 Prozent).

Dabei haben die Menschen im Ostteil Berlins, trotz stärkerer Durchmischung ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall, durchweg häufiger Zukunftssorgen. Über ihre finanzielle Lage machen sie sich öfter Gedanken: Für 36 Prozent Ostler ist das ein Thema, aber nur für 28 Prozent der Westler.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) schätzt die Ausgangssituation für 2014 positiv ein: „Berlin steht so gut da wie lange nicht mehr“, sagte er in seiner Neujahrsansprache. Die Arbeitslosigkeit gehe zurück, Wirtschaft und Bevölkerung wüchsen.

Der Chef der Arbeitsagenturen, Dieter Wagon, erwartet, dass die Zahl der Erwerbslosen im Jahresschnitt um 3000 auf 207.000 fällt. Freie Jobs würden immer stärker von hoch qualifizierten Zuwanderern besetzt.

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