„Framing“ oder: Was der Fall Döpfner mit dem Bürgerkrieg im Sudan zu tun hat

Die Berichterstattung über die Krise im Sudan verrät etwas über unsere eigenen Medien. Unser Autor erklärt, warum, was dort geschieht, auch uns interessieren sollte.

Klaus Bachmann
16 Min
20.3.2023 – Rauch steigt über dem Flughafen von Khartum auf.

20.3.2023 – Rauch steigt über dem Flughafen von Khartum auf.

© AFP

Alle diejenigen, von AfD-Verschwörungstheoretikern bis zu Bücher schreibenden Wissenschaftlern wie Harald Welzer und Richard David Precht können jetzt sagen, sie hätten es schon immer gewusst. Seit Die Zeit Mathias Döpfners Nachrichtenverkehr öffentlich gemacht hat, kann jeder nachlesen, wie Verlagsobere erst auf die Inhalte ihrer Produkte und dann auf die öffentliche Meinung Einfluss zu nehmen versuchen. Ob sie es auch geschafft haben, kann man deshalb noch nicht sagen. Der Beweis, dass die FDP Springer und nicht dem Wählerwillen ihren Einzug in den Bundestag verdankt, dürfte einigermaßen schwer zu führen sein. Doch wer sich etwas auskennt in der Medienforschung, der weiß, dass es Mechanismen gibt, mit denen Medien und Politiker neue Mehrheiten schaffen können.

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