In der neuen Ausgabe von „Hart aber fair“ stand am Montagabend die deutsche Verteidigungsfähigkeit im Fokus. Dabei sorgte vor allem Linken-Politikerin Ines Schwerdtner für Diskussionen. Sie warnte davor, dass der geplante freiwillige Wehrdienst schnell in eine Pflicht übergehen könnte. Junge Menschen würden nur deshalb zur Bundeswehr gehen, weil sie keine andere Wahl hätten – das schaffe keine Motivation, sondern Frust.
Ihre Argumentation stieß allerdings auf heftigen Widerspruch. Politikwissenschaftler Carlo Masala unterbrach sie mit den Worten: „Frau Schwerdtner, das ist Quatsch! Das stimmt einfach nicht.“ Auch Nicole Schilling von der Bundeswehr widersprach. Masala betonte, die Bundeswehr sei keineswegs ein Auffangbecken für sozial Benachteiligte. Vielmehr gingen auch Kinder aus Akademikerfamilien freiwillig in den Dienst.
Heftige Debatte um Wehrpflicht
Schwerdtner blieb bei ihrer Position. Sie gehe fest davon aus, dass ein verpflichtender Dienst bald nachgeschoben werde. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warf ihr Naivität vor: Deutschland könne nicht Frieden sichern, indem es auf Verteidigungsfähigkeit verzichte. Er sprach sich für den geplanten freiwilligen Wehrdienst ab 2026 aus – mit der Möglichkeit, bei zu geringem Zuspruch über verpflichtende Modelle nachzudenken.
Die Runde wurde spürbar hitzig. Während Röttgen betonte, es gehe um eine moralische Verantwortung in Zeiten des Krieges in Europa, hielt Schwerdtner an ihrer Kritik fest. Ihre Skepsis gegenüber der Wehrpflicht blieb der größte Streitpunkt des Abends – und machte sie zur umstrittensten Figur der Diskussion.
Der Staat und seine Pflicht: Wie sicher ist Deutschland noch?
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