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Umwelt

Fraunhofer entwickelt Neuheit: Motorhauben könnten bald Energie erzeugen

Autodächer mit Photovoltaikanlagen gibt es schon. Nun hat das Fraunhofer Institut eine Solarfolie für die Motorhaube entwickelt. Das könnte Potenzial haben.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Ein Forscher des Fraunhofer ISE zeigt auf die Struktur der Solarzellen auf einer Motorhaube. 

Ein Forscher des Fraunhofer ISE zeigt auf die Struktur der Solarzellen auf einer Motorhaube. 

© Philipp von Ditfurth/dpa

Forscher des Fraunhofer Instituts in Freiburg haben eine dünne Solarzellenfolie für Motorhauben von Autos entwickelt. Die Folie könne der Farbe des jeweiligen Autos angepasst werden, das habe es bisher nicht gegeben, sagte Projektleiter Martin Heinrich vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) der Deutschen Presse-Agentur in Freiburg.

Es gebe nun einen ersten Prototyp auf der Motorhaube eines Serienautos. „Wir suchen jetzt Entwicklungspartner, um die Oberfläche weiter zu verbessern und dann mit einem Fahrzeughersteller eine Großserienfertigung zu beginnen“, sagte Heinrich. Die reinen Herstellungskosten für eine Motorhaubenfolie schätzte er auf etwa 100 bis 150 Euro ein – dazu müsse es aber eine Großserie geben.

Solartechnik für E-Fahrzeuge und Verbrenner

Eine Studie habe ergeben, dass die Solarreichweite eines Autos im südbadischen Freiburg – also in einer vergleichsweise sonnenreichen Stadt - 4000 Kilometer im Jahr erreichen könnte. Dabei würde das Dach rund zwei Drittel beitragen, die Motorhaube das restliche Drittel. Die Solartechnik sei sowohl für E-Fahrzeuge als auch für Verbrenner geeignet.

Ein Volkswagen Polo mit einer in Solarzellen gekleideten Motorhaube steht auf dem Gelände des Fraunhofer ISE.

Ein Volkswagen Polo mit einer in Solarzellen gekleideten Motorhaube steht auf dem Gelände des Fraunhofer ISE.

© Philipp von Ditfurth/dpa

Hersteller hätten bereits Autodächer mit Photovoltaik ausgestattet, sagte Heinrich. Dies seien meistens Glasdächer. Beim Fraunhofer-System gehe es um einem Aufbau auf einer Metalloberfläche. Die Forscher von Fraunhofer brachten die Folie auf der Haube eines VW-Polos an - die betreffende Modellvariante wurde bis 2009 gebaut. Das Projekt wird auf der IAA Mobility vorgestellt, die am 5. September in München beginnt.

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