Außenpolitik

Freigelassene Geiseln der Hamas: Wieder vier Deutsche darunter

Im Israel-Gaza-Krieg lässt die Terrorgruppe Hamas die zweite Gruppe Geiseln gehen. Auch ein totgeglaubtes Mädchen aus Irland kann zu ihren Eltern.

Team News AFP/dpa/BLZ
2 Min
 Die Behörden glaubten, dass das neunjährige Mädchen Emily Hand tot ist.   

 Die Behörden glaubten, dass das neunjährige Mädchen Emily Hand tot ist.   

© AP/Hostages and Missing Families Forum headquarters.

Unter den am Samstag von der radikalislamischen Hamas freigelassenen Geiseln sind erneut vier Deutsch-Israelis. Das bestätigte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in der Nacht zum Sonntag im Onlinedienst X, dem ehemaligen Twitter. „Erleichterung und Bangen liegen auch heute so nah beieinander. Unter den freigelassenen Geiseln sind erneut vier deutsche Doppelstaatler“, gab Baerbock bekannt.

„Ich denke an sie und an die, die noch in den Händen der Hamas sind“, fügte die Außenministerin hinzu. „Wir arbeiten mit aller Kraft daran, dass auch sie bald in Freiheit sind.“

Zweite Gruppe Geiseln: Eltern schließen Emily Hand in die Arme 

Unter den Geiseln befindet sich auch ein zunächst für tot gehaltenes, neunjähriges irisches Mädchen – Emily Hand.  Bei den vier freigekommenen Deutschen handelt es sich nach Angaben ihrer Familien um eine 67-jährige Frau sowie ihre 38-jährige Tochter und deren Kinder im Alter von drei und acht Jahren.

50 Tage nach dem brutalen Überfall auf Israel hatte die Hamas am Samstagabend eine zweite Gruppe von Geiseln aus dem Gazastreifen freigelassen. Wie die israelische Armee mitteilte, kehrten die Freigelassenen nach ihrer Übergabe an das Rote Kreuz über Ägypten auf israelisches Staatsgebiet zurück. Nach Angaben ägyptischer und israelischer Behörden handelt es sich bei den Freigelassenen um 13 Israelis und vier Thailänder. Im Gegenzug ließ Israel 39 palästinensische Gefangene frei.

Eine erste Gruppe von Geiseln war bereits am Freitag freigelassen worden. Unter den 13 Israelis waren ebenfalls vier Doppelstaatler, die auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben, sowie mehrere Kinder und Frauen über 70 Jahren. Zusammen mit den israelischen Geiseln waren am Freitag zehn in den Gazastreifen verschleppte Thailänder und ein Philippiner freigelassen worden.

Israel und die Hamas hatten sich am Mittwoch nach langwierigen Verhandlungen unter Vermittlung von Katar, den USA und Ägypten auf eine viertägige Feuerpause geeinigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass insgesamt 50 israelische Geiseln der Hamas sowie 150 palästinensische Gefangene freigelassen werden sollen.

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