Freizeitführer mit 200 Ausflugstips erschienen

Brandenburg: Eine Landschaft voller Natur

Holger Mehlig
2 Min

Eigentlich spricht nichts dagegen, Freizeit aktiv in der Natur zu verbringen. Besonders gestreßte Großstädter können in der Idylle Ablenkung vom grauen Alltag finden. Doch auch neun Jahre nach dem Mauerfall kommen nur wenige Großstädter in die Naturparks Brandenburgs. Zum Beispiel in das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Das ist mit 1 258 Quadratkilometer Fläche Deutschlands zweitgrößtes Schutzgebiet nach dem Wattenmeer. Die Schorfheide ist vor allem seinen Tierreichtum und die bis zu 600 Jahre alten Huteeichen bekannt offenbar noch immer nicht genug für die Berliner, die nur selten Abstecher dorthin wagen. Orientierungshilfen bietet der neue "Freizeitführer Brandenburg" von Volker Spiess, der über 200 Anregungen für Ausflüge nach Brandenburg gibt. Attraktionen gibt es genügend. Seien es das Schiffshebewerk in Niederfinow, die Mumie des Ritters Kahlbutz in Kampehl oder der Filmpark Babelsberg.Da die Landschaft von Wiesen, Wäldern und Seen geprägt ist, widmet sich das Buch in den ersten beiden Kapiteln den Tier- und Naturparks. Im Vogelpark Teltow zwitschern nicht nur Papageien und Sittiche. Im kleinen Zoo können auch Java-Äffchen und Ponys gestreichelt werden. Spiess gibt Hinweise zur Anfahrt, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen. Außerdem stellt er Sehenswürdigkeiten in der Umgebung vor. In den folgenden Kapiteln erfährt der Leser, wie Freizeit zum Erlebnis werden kann. Erklärt wird, welche Reiterhöfe Erwachsenen und Kindern eine fachgerechte Ausbildung anbieten. Da das Bundesland mehr als 1 000 Seen hat, widmet Spiess dem Baden ein eigenes Kapitel. Nützlich sind die Hinweise zur Wasserqualität. Auch Schiffstouren werden erwähnt. Wenn das Wetter einmal schlecht sein sollte, empfiehlt Spiess die Technik-Museen: vom Otto-Lilienthal-Museum in Stölln bis zum Ofen- und Keramikmuseum in Velten. Volker Spiess hat einen übersichtlichen, handlichen, jedoch auch recht teuren Freizeitführer (24,80 Mark) geschrieben. Schade nur, daß die ausschließlich schwarzweißen Fotos teilweise unscharf und oft wenig aussagekräftig sind. Trotzdem ist spätestens nach der Lektüre klar: Eigentlich muß man sofort ins Umland starten.

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