Der Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich in der Sat.1/ProSieben-Sendung „Newstime“ erstmals zum Rückzug von Robert Habeck (Grüne) aus dem Bundestag geäußert. Der ehemalige Wirtschaftsminister und Vizekanzler schied zum ersten September aus dem Bundestag aus.
Sein Abgang aus der Politik sorgte für einige Schlagzeilen – auch weil Habeck ein Interview nutzte, um einige Politiker aus der Union scharf zu kritisieren. Unter anderem attackierte Habeck Söder: „Dieses fetischhafte Wurstgefresse von Markus Söder ist ja keine Politik. Und es erfüllt dennoch einen Zweck. Es lenkt ab von den Gründen, die Menschen haben können, sich nicht gesehen und nicht mitgenommen zu fühlen“.
Auch für Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) fand Habeck deutliche Worte: „Julia Klöckner hat die Gesellschaft gespalten. Ob mutwillig oder aus Dämlichkeit, weiß ich nicht. Sie war noch nie in der Lage, Dinge zusammenzuführen. Sie hat immer nur polarisiert, polemisiert und gespalten. Insofern war von Anfang an klar, dass sie eine Fehlbesetzung ist“.
Angesprochen darauf, ob er Habeck vermissen werde, sagte Merz: „Er war streckenweise ein interessanter Gesprächspartner“. Doch für die Aussagen Habecks fand Merz kritische Worte. „Aber so wie er sich verabschiedet hat, muss ich sagen, so möchte ich es bei politischen Freunden nicht sehen und so möchte ich es auch bei mir nicht sehen“. Auf die Frage, wie er die Aussagen empfunden habe, sagte Merz: Ich habe es als unangenehm empfunden, ich habe es als auch peinlich empfunden. „Er hat damit Charakterzüge gezeigt, die wir immer schon vermutet haben“.
„Alles für die Füße“: Habecks Abschied bei Lanz wirft Fragen auf
Brief von Robert Habeck an Bild-Chefredakteur veröffentlicht: Kai Diekmann äußert sich
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