Füchse festigen Platz fünf

Drux führt seine Handballer durchs Spitzenspiel

Gegen Mannheim springt für Berlin ein 34:33 heraus

Carolin Paul
3 Min
Setzte sich durch: Paul Drux

Setzte sich durch: Paul Drux

© imago images / Andreas Gora

Die Stimmung im Fuchsbau war zu Beginn gediegen am Sonntagmittag. Vor dem Spitzenspiel des 32. Bundesligaspieltages wurde der Mittelkreis zum Treffpunkt, um alte Freundschaften zu pflegen. Steffen Fäth begrüßte seine alten Kollegen aus der Hauptstadt, Hans Lindberg klatschte sich mit seinem Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen ab, und Silvio Heinevetter begrüßte flachsend seinen Auswahlkollegen Patrick Groetzki.

Mit Anpfiff war dann allerdings Schluss mit den netten Worten. Bei dem 34:33 (20:14)-Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen aus Mannheim ließen sich die Füchse den Sieg nicht nehmen und verteidigten in der Liga den fünften Platz.

Berlin baut Vorsprung aus

Von Beginn an wurde deutlich, dass die Begegnung alles andere als eine freundschaftliche Begegnung war. Dafür gab es zu viel zu verlieren. Paul Drux setzte den ersten Treffer, dann punktete Fabian Wiede zum 2:0 nach einer Parade von Silvio Heinevetter. Nicht nur die temporeiche Offensive, auch die Strafminuten zeigten den Siegeswillen der Berliner. Obwohl die Hausherren nach zehn Minuten eine doppelte Unterzahl verkraften mussten, schafften es die Profis von Trainer Velimir Petkovic, den Vorsprung auszubauen.

Spätestens als Abwehrchef Jakov Gojun seinen zweiten Treffer im Gegenstoß machte (22., 16:9), war dann auch die ausverkaufte Max-Schmeling-Halle nicht mehr zu beruhigen.
Bis zur Halbzeit hatten die Gastgeber das Torkontingent manchen Spiels schon ausgeschöpft. Was jedoch kein Grund war, nach der Pause den Druck abfallen zu lassen. Besonders Paul Drux tankte sich wiederholt durch die gegnerische Abwehr und avancierte mit acht Toren zum besten Werfer der Partie.

Glänzende Rückraum-Achse

In gewohnter Manier ging er Richtung Tor und musste dabei nicht selten hart einstecken. Doch davon ließ sich der 24-Jährige nicht abhalten. Immer wieder forderte er den Ball, um diesen anschließend mit Wucht ins gegnerische Tor zu manövrieren.
„Wir haben heute mit viel Spaß nach vorn gespielt. Da hat jeder seinen Teil dazu beigetragen und Silvio hat uns von hinten angetrieben“, sagte Drux, der nicht ohne Grund seine Mitspieler hervorhob.

Die Rückraum-Achse glänzte mit variationsreichem Spiel, während die Abwehr schnell auf den Beinen den nötigen Rückhalt bot. Schlussmann Silvio Heinevetter leistete mit seinen elf Paraden das Übrige. Bei den Füchsen funktionierte es einfach auf allen Positionen. Trotzdem machten es die Gastgeber in den letzten Minuten erneut spannend.

Hauptsache zwei Punkte

„Das war unnötig. Da haben wir etwas das Tempo verloren. Doch das ist mir heute egal. Hauptsache wir haben die zwei Punkte“, sagte Drux nach der Partie. Die Mannheimer kamen zwar noch einmal auf ein Tor heran, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen.

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