Noch vor der Saison hatte Manager Bob Hanning verkündet: „Ich werde unsere Brust nicht verramschen. Zur Not können wir auch eine Saison ohne Hauptsponsor durchspielen.“ Dieses Szenario tritt nicht ein. Am Donnerstag präsentierten die Bundesliga-Handballer der Füchse Berlin mit dem Schweizer Reise-Unternehmen „Spar mit! Reisen“ den neuen großen Geldgeber.
Bis zum Sommer 2015 sei der Vertrag datiert, vermeldete der Hauptstadtclub. Welche Summen fließen wurde nicht bekannt. Anzunehmen ist jedoch, dass die Füchse-Brust rund 700.000 Euro kostet. Passend zum Vertragsabschluss schenkten die Berliner dem neuen Gold-Partner einen Rekord-Auswärtssieg.
„Es war richtig, auf den passenden Partner zu warten. Die Gespräche mit Firmeninhaber Mathias Finck haben mir vom ersten Augenblick das Gefühl gegeben, dass er eine zentrale Rolle in unserer Füchse-Familie spielen wird“, meinte Hanning. Der bisherige Hauptsponsor hatte seinen Kontrakt zum Ende der vergangenen Saison nicht verlängert.
„Wir engagieren uns bei den Füchsen, weil dies ein überragender Club mit Titelambitionen, TV-Präsenz und tollen Fans ist. Von diesem sympathischen Image bekommen wir gern ein paar Sonnenstrahlen ab“, sagte Finck, der zudem das Nachwuchs-Konzept als weiteren Punkt hervor hob.
Höchster Füchse-Auswärtssieg
Tags zuvor hatten sich die Füchse mit dem 35:21-Auswärtssieg beim zwölfmaligen Meister VfL Gummersbach wieder auf Platz vier der Bundesliga-Tabelle verbessert. Es war der höchste Sieg des Hauptstadtclubs in der Fremde. Bisher datierte die Bestmarke bei zehn Toren Differenz - 34:24 in Stralsund (2008) und beim 30:20 in Hüttenberg (2011).
„Beim VfL ist gar nichts gelaufen, bei uns alles. Silvio Heinevetter war im Tor überragend“, sagte Hanning. Coach Dagur Sigurdsson fügte hinzu: „Wir haben uns das Spiel sicherlich schwerer vorgestellt, aber wir waren auf der anderen Seite auch sehr konzentriert und hatten wirklich Spaß, Handball zu spielen.“
Ein besonderes Lob des Trainers gab es für Talent Jonas Thümmler, der den verletzten Kreisläufer Jesper Nielsen (Nasenbeinbruch) ersetzte. „Er hat einen Riesen-Job gemacht“, betonte Sigurdsson. Der Isländer wird auch im kommenden Heimspiel am Samstag (19.00) gegen den TV Emsdetten auf das Eigengewächs setzen. (dpa)
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