Tina K., die Schwester von Jonny.
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Tina K., heute 33, kam schon am Freitag her, um eine Kampagne von Ex-Justizsenator Thomas Heilmann zu unterstützen. Der wirbt für ein Volksbegehren für eine Gesetzesänderung, die eine Ausweitung der Videoüberwachung erlauben würde, sammelt mit Vertretern der Polizei Unterschriften. Ziel: 50 Brennpunkt-Orte sollen mit einem neuen Überwachungs-System ausgestattet werden.
„Die Scheu der Täter ist gesunken“
Die Computer sollen in der Lage sein, Straftaten zu erkennen. „Das System setzt einen Notruf ab. Über Lautsprecher sollen dann direkte Ansprachen an die Täter erfolgen.“ Natürlich, sagt Heilmann, könne man damit nicht jeden abhalten. „Aber bei vielen Kriminellen würde es sicher Wirkung zeigen.“
Gedenken an Jonny K. auf dem Alexanderplatz. (Archivbild)
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Er selbst sei auf dem Alex nicht ängstlich. „Aber ich bin groß und schlank und damit für viele Täter nicht interessant“, sagt er. Bernd Mastaleck von der Gewerkschaft der Polizei widerspricht. „Das typische Opfer gibt es heute nicht mehr, die Scheu der Täter ist gesunken. Damit geht die Kriminalität jetzt uns alle an.“
Hätte Video-Überwachung Jonny K. gerettet?
Beide sind vom neuen System überzeugt. Heilmann ist sicher: Die Form der Überwachung hätte den Tod von Jonny K. verhindern können – der junge Mann könnte noch leben. „Mit dem System hätte ihm schneller geholfen werden können.“
Ex-Justizsenator Thomas Heilmann und Bernd Mastaleck von der GdP
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Auch Tina K. will, dass sich einiges ändert. „Ich bin davon überzeugt, dass es möglich ist, Straftaten mit Videoüberwachung zu verhindern“, sagt sie. Vor allem der Alex müsse sicherer werden. „Der Platz ist ein dunkler, gewaltbereiter Ort. Es kann nicht sein, dass sich hier am Tag Jugendliche abstechen.“ Sie selbst fühle sich unsicher. „Und es wäre mir auch nicht wohl, wenn ich wüsste, dass meine Geschwister hier nachts allein unterwegs sind.“
Am Sonnabend um 17 Uhr will sie zu einer Mahnwache für ihren toten Bruder zum Alex kommen. Bald soll außerdem ein Spielplatz nahe der Heerstraße, auf dem die Geschwister aufwuchsen, nach Jonny benannt werden. „Es freut mich sehr, dass mein Bruder auch nach Jahren nicht vergessen wird – das zeigt, dass er ein ganz besonderer Mensch war und ist.“
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