Die Eröffnung der Jugendfreizeiteinrichtung in Karow-Nord ist akut gefährdet, weil das Geld für das Personal fehlt. "Wir laufen Gefahr, daß wir den Neubau gleich nach der Eröffnung im Frühjahr nächsten Jahres wieder schließen müssen", sagte Bürgermeister Gert Schilling (SPD). Der Jugendklub benötigt für die 5,5 geplanten Stellen pro Jahr 385 000 Mark. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Pankow und Prenzlauer Berg hatte Bürgermeister Schilling Briefe an Innensenator Jörg Schönbohm (CDU) und Jugendsenatorin Ingrid Stahmer (SPD) geschrieben. Die drei Bürgermeister fühlen sich gemeinsam zuständig, da ihre Bezirke in zwei Jahren fusionieren. Und daß Klubs fehlen, ist im Norden Pankows und Weißensees ohnehin ein "grenzübergreifendes" Problem. Senator Schönbohm verwies in seiner Antwort darauf, daß jeder Bezirk in seinem Haushalt Geld für Personal bereitstellen müsse. "Von der Jugendsenatorin erhielten wir überhaupt keine Antwort", sagt Schilling. Der Weißenseer Bürgermeister sieht den Senat aber in der Verantwortung auch für die Freizeitangebote. Er verweist zur Begründung darauf, daß der Senat Partner des städtebaulichen Vertrages für Karow-Nord von 1992 ist. (mk.)
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