Gerüchte über einen Abgang hatte es den ganzen Sommer über viele gegeben, Bekenntnisse zu Hertha BSC, trotz der von Trainer Pal Dardai übertragenen Kapitänsbinde, hingegen gar keine. Am Dienstag gab es stattdessen die Nachricht, die sich in den Tagen zuvor verdichtet hatte: Marco Richter wechselt von Hertha BSC zum Bundesligisten FSV Mainz 05. Der bisherige Kapitän des Zweitliga-Schlusslichts unterzeichnete bei seinem neuen Klub einen „langfristigen Vertrag“, wie die Rheinhessen am Dienstag mitteilten. Über die Transfermodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart, Medienberichten zufolge soll es sich aber um einen Vierjahresvertrag handeln. Die Ablösesumme soll etwas mehr als drei Millionen Euro betragen.
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„Nach einigen Abgängen wollten wir uns im Offensivbereich noch verstärken – und Marco ist ein Spieler, der ideal in unser Profil passt“, wurde der Mainzer Cheftrainer Bo Svensson in einer Pressemitteilung des FSV zitiert. Auf der Seite von Hertha BSC kommentierte Sportdirektor Benjamin Weber den Wechsel so: „Für Marco hat sich die Möglichkeit ergeben, wieder in der Bundesliga zu spielen. Diese wollte er gerne wahrnehmen und wir haben am Ende eine faire Lösung gefunden. Wir danken Marco für seinen unermüdlichen Einsatz für Hertha BSC und wünschen ihm auf seinem sportlichen Wege sowie privat alles Gute.“
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Und auch Richter selbst wandte sich zum letzten Mal an die Fans: „Es waren zwei ereignisreiche Jahre. Ich habe dieses Trikot immer gerne getragen und vor den Fans gespielt, deshalb schmerzt der Abstieg noch immer. Umso mehr hoffe ich, dass Hertha schnell wieder in die Spur findet.“ Der 25 Jahre alte Richter konnte in 59 Bundesligapartien für die Blau-Weißen elf Tore erzielen und bereitete weitere sieben Treffer vor. Hinzu kommen drei Tore in drei DFB-Pokalspielen.
Gute eine Stunde nachdem Hertha BSC den Abgang von Richter verkündet hatte, gab der Zweitligist ein weitere Personalentscheidung bekannt: Suat Serdar wird nach ebenfalls zwei Jahren im Westend nach Italien zu Hellas Verona verliehen. „Für Suat hat sich die Gelegenheit geboten, erstmals in seiner Karriere ins Ausland zu wechseln. Diese Chance wollte er gerne nutzen. Wir wünschen ihm für die Zeit in Italien alles Gute und viel Erfolg“, sagte Weber in dieser offiziellen Mitteilung, in der Serdar ebenfalls zu Wort kam: „Ich habe mich im Verein und in Berlin wohlgefühlt und besondere Menschen kennengelernt. Ich wünsche Hertha und allen Fans eine erfolgreiche Saison.“ Nach 69 Spielen für Hertha BSC wird der 26-Jährige erstmals im Ausland spielen und in Verona in Ondrej Duda auf einen ehemaligen Herthaner treffen.
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