Es gab Zeiten im deutschen Fußball, die hatten etwas von Anarchie. Da war das Suppenkasper-Theater, das Torhüter Ulrich Stein gegen Teamchef Franz Beckenbauer aufführte und das auf dem Weg ins Weltmeisterschaftsfinale 1986 in Mexiko mehr Zündstoff in sich barg als nur Majestätsbeleidigung gegen den Fußballkaiser. Oder die Stinkefinger-Posse um Stefan Effenberg, als acht Jahre später in den USA auch gerade eine WM gespielt wurde. Subtiler war da schon die Art und Weise, mit der sich Bernd Schuster einst aus dem Blickfeld des DFB-Teams stahl. Nach etlichem Hin und Her verkündete der erst 24-Jährige nach nur 21 Länderspielen seinen Abschied aus dem Nationalteam.
Fußball
1. FC Union Berlin: Diese Freiheit sollte Kevin Behrens sich nehmen
Für Behrens ist die Berufung ins Nationalteam der persönliche Ritterschlag, im deutschen Fußball offenbart sie ein Dilemma. Was läuft schief in der Ausbildung?
7 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Stolz über seine erste Berufung zur Nationalmannschaft: Union Berlins Kevin Behrens
© Federico Gambarini/dpa