Nach dem Gothia Cup in Göteborg in Schweden werden rund 20 Personen aus Äthiopien vermisst, wie etwa die schwedische Zeitung Expressen berichtet. Zuerst hatte die Zeitung Göteborgs-Posten den Vorfall aufgegriffen. Den Berichten zufolge handelt es sich um Mitglieder einer Jungenmannschaft im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sowie ein oder mehrere Betreuungspersonen.
Das äthiopische Team war während des Gothia Cup, einem der größten Turniere im Jugendfußball, in einer Schule untergebracht. Laut Göteborgs-Posten stellte ein Schulbetreuer am Finaltag der diesjährigen Veranstaltung fest, dass die Mannschaft die Unterkunft verlassen hatte, ohne dies zu melden.
Daraufhin erstattete der Veranstalter nach Angaben von Expressen vorsorglich eine Anzeige bei der Polizei. Der Zeitung zufolge ist auch zehn Tage nach dem Abschluss des Turniers am 19. Juli weiterhin unklar, wo sich die Gruppe befindet.
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Was die Polizei sagt
Die Polizei der Region West geht bislang von einem freiwilligen Verschwinden aus. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass etwas Illegales dahintersteckt, etwa Menschenhandel oder Ähnliches“, sagt Ellinor Halldin von der Einheit für vermisste Personen laut Göteborgs-Posten.
Die Polizei steht nach eigenen Angaben mit den zuständigen Behörden in Kontakt und will informiert werden, falls die Gruppe auftaucht. Halldin erklärte dazu: „Meine Erfahrung ist, dass sie normalerweise nach und nach zurückkehren.“
Was der Veranstalter berichtet
Der Veranstalter erklärte laut Expressen, dass man mit einem Betreuer des Vereins in Kontakt stehe. Dieser habe angegeben, die Spieler hätten ihre Familien benachrichtigt und es gehe ihnen gut.
Turnier-Pressesprecher Fredrik Beckmann sagte dazu: „Wir wissen nicht, wo sie sind. Für uns ist das ungewöhnlich, denn wir haben ein gutes Verhältnis zu dieser Mannschaft.“ Das Team habe schon früher an der Veranstaltung teilgenommen.
In einer abschließenden Antwort des äthiopischen Teams in einem E-Mail-Austausch mit dem Gothia Cup, den Expressen nach eigenen Angaben einsehen konnte, dankt der Ansprechpartner des Vereins für die „Fürsorge“. Er schreibt, dass „es scheint, als sei das Problem ein Kommunikationsproblem gewesen“.
Ob die Spieler tatsächlich nach Hause zurückgekehrt sind oder wo sie sich aktuell aufhalten, wurde laut Expressen jedoch bisher nicht bestätigt.
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