Köln geht einen Sonderweg
Vor dem Hintergrund, dass in den Großarenen wie dem Berliner Olympiastadion 25.000 Fans zusammenkommen dürfen, im Stadion An der Alten Försterei sind immerhin 11.000 Besucher gestattet, besteht natürlich die Gefahr, dass das Infektionsgeschehen an Fahrt aufnimmt. Und so lässt sich das Vorgehen des 1. FC Köln als sehr umsichtig bezeichnen, demnächst nur Geimpfte und Genesene (2G) zuzulassen. Zumal das womöglich beim einen oder anderen Anhänger die Bereitschaft erhöht, sich impfen zu lassen.
Neben den Emotionen fehlen den Klubs vor allem die Erlöse
Dennoch ist es bei der Rückkehr zu Großveranstaltungen nicht alleine damit getan, eine große Personengruppe auszuschließen. Um eine echte Freude des gemeinsamen Erlebens zurückzuerlangen, an dem auch eine gesellschaftliche Mehrheit teilnehmen kann, braucht es wie im übrigen Alltag einen Konsens der Achtsamkeit.
Halb gefüllte Stadien sind ein großer Fortschritt
Die Freude nach den langen Monaten der Enthaltsamkeit ist gewaltig, die eigene Mannschaft auf dem Rasen anzufeuern und sich in großer Gemeinschaft zu freuen oder zu ärgern. Aber Leichtsinn oder bewusste Ignoranz bestehender Regeln können den Fortschritt gefährden, wieder Stimmung in den Arenen zu haben. Die immerhin halb gefüllten Stadien sind angesichts der Einschränkungen in anderen Lebensbereichen ein Privileg. Das sollte jedem klar sein, der ab sofort wieder ins Stadion geht. Das anzunehmen ist eine Voraussetzung, dass der Profifußball das Infektionsgeschehen nicht befeuert. Und neue Rückschläge damit ausbleiben.
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