Eigentlich läuft der Mietvertrag des Kaufhauses Galeries Lafayette in der Friedrichstraße bis zum 31. Dezember. Doch jetzt ist früher Schluss. Das Kaufhaus schließt zum 31. Juli. Das wurde der Berliner Zeitung aus Unternehmenskreisen bestätigt.
Medienberichten zufolge wurde den Mitarbeitern die Entscheidung der Geschäftsführung bei einer Betriebsversammlung am 3. und 4. April mitgeteilt. Danach ging laut Informationen der Berliner Zeitung ein Schreiben mit der Entscheidung an Angestellte und auch an Geschäftspartner raus.
Galeries Lafayette: Was passiert jetzt mit dem Haus in der Friedrichstraße?
Die Filiale des französischen Kaufhauses wurde in der Friedrichstraße im Jahr 1996 eröffnet – als eine der wenigen Filialen weltweit. Doch nach 28 Jahren in Berlin rentiert sich das Geschäft offenbar nicht mehr. Die Verantwortlichen lassen den Mietvertrag nun auslaufen und ziehen früher aus.
Der vorzeitige Auszug bedeutet freilich nicht, dass damit die Pläne von Kultursenator Joe Chialo (CDU) wahrscheinlicher werden. Chialo will das Gebäude als Zentral-und Landesbibliothek nutzen. Dafür soll nach Vorstellung des CDU-Politikers das Land Berlin das Haus kaufen und entsprechend umbauen. Der gewünschte Erwerb und Umbau würde mehrere hundert Millionen Euro kosten. Eine Finanzierung dafür gibt es bisher nicht.
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Für Nils Busch-Petersen vom Handelsverband Berlin-Brandenburg kommt das Aus zum Sommer nicht überraschend. „Wenn klar ist, dass zum Ende des Jahres Schluss ist, dann ist es nicht üblich, dass schon vorher klar Schiff gemacht und nicht bis zum letzten Tag verkauft wird“, sagte er der Berliner Zeitung. Die Beschäftigten hätten jetzt die Möglichkeit, früher in einen neuen Job einzusteigen. Bedarf im Einzelhandel sei da, so Busch-Petersen. „Ich glaube, dass die Beschäftigten gleich weggekauft werden und einsteigen.“
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