BERLIN, 21. April. Wenn Trainer Peter Schiergen sich auf den weiten Weg von Köln nach Berlin macht, dann nicht, um die frische Luft auf der Galoppbahn Hoppegarten zu genießen. Wer beim dritten Saisonrenntag am Sonntagnachmittag so dachte, lag genau richtig. Mit zwei Pferden war Schiergen angereist, beide gewannen. Im vierten Durchgang setzte sich Batang durch, im Hauptereignis des Tages, dem Rennen um die mit 26 000 Euro dotierte Brandenburger Stutenmeile triumphierte vor 6 100 Zuschauern die 17:10-Favoritin Guadelupe, geritten von Jockey Filip Minarik. Der 27-Jährige hatte bereits am vergangenen Sonntag mit dem Sieg im "Preis von Dahlwitz" seine Reitkünste bewiesen. Im Endspurt der Brandenburger Meile über 1 600 Meter wurden Guadelupe und Minarik allerdings von Ally McTycon (Jockey Waldemar Hickst) aus dem Magdeburger Stall von Joachim Heidenreich hart gefordert. Schiergens Urteil über das Siegpferd fiel dann auch zweigeteilt aus: "Guadelupe hat alles gegeben. Doch ich glaube, es ist eher ein Pferd für längere Strecken." Für das Derby sei der Hoppegarten-Sieger ohnehin nicht genannt, "da habe ich bessere im Stall", sagte der Chef des Asterblüte-Stalls. Guadelupe werde demnächst eine Chance bei Rennen in Italien erhalten. Nichts wurde es in der mit 13 000 Euro dotierten "Hoppegartener Steeplechease" mit der Revanche von Last Corner gegen Egoist, der Ostersonntag die Jagdpremiere überraschend für sich entschieden hatte. Wie schon am Premierentag dirigierte Jockey Dirk Fuhrmann beim Hindernisrennen über 4 100 Meter den achtjährigen Wallach Egoist souverän über die Hecken. Das Duo griff erst auf der Zielgeraden in die Entscheidung ein. Der auch diesmal wieder als Favorit ins Rennen gegangene Last Corner musste unter dem sechsmaligen deutschen Hindernis-Champion Peter Gehm hinter Tammynat und Alloni sogar im geschlagenen Feld die Linie passieren. Einen einheimischen Erfolg hatte es gleich zu Beginn des Renntages gegeben: Mit dem Engländer Jimmy Quinn im Sattel siegte der von Harald Franke trainierte Welfenfürst.
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