Performance

„Garten der Lüste“ bei den Berliner Festspielen: Philippe Quesne legt das Ohr an den Nabel der Welt

Im Rahmen der „Performing Arts Season“ gastieren Philippe Quesne und sein Vivarium Studio mit „Garten der Lüste“ im Haus der Berliner Festspiele

Doris Meierhenrich
Doris Meierhenrich
3 Min
Ein geköpftes Ei erinnert an Hieronymus Bosch: „Garten der Lüste“ von Philippe Quesne

Ein geköpftes Ei erinnert an Hieronymus Bosch: „Garten der Lüste“ von Philippe Quesne

© Martin Argyroglo

Mache sich noch einer lustig über Stuhlkreise! Wer das so wundersam leise Zusammensitzen der acht gestrandeten und sanft abdriftenden Individualisten in Philippe Quesnes Theaterperformance „Garten der Lüste“ gesehen hat, der wird Stuhlkreise künftig mit neuen Augen betrachten: als höchst komplexe, Zukunft entwerfende, solidarische Kulturtechnik zum Beispiel, die das gesammelte Wissen der Welt ebenso in ihrem Werkzeugkasten trägt wie die menschliche Zartheit und Sinnlichkeit, mit der seine Teilnehmer unablässig die Innereien der Welt abhorchen.

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