Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt die von der Hamas gestellten Bedingungen für eine Freilassung israelischer Geiseln ab. Die islamistische Palästinenserorganisation verlange „ein Ende des Kriegs, den Rückzug unserer Streitkräfte aus dem Gazastreifen, die Freilassung aller Mörder“, sagte Netanjahu am Sonntag. „Wenn wir dies akzeptieren, sind unsere Soldaten umsonst gestorben (...) und wir können die Sicherheit unserer Bürger nicht mehr garantieren“, fügte er hinzu.
Die Hamas hatte am Sonntag einen Bericht veröffentlicht, in dem sie sich erstmals öffentlich zu dem brutalen Angriff auf Israel vom 7. Oktober äußert. Die Palästinenserorganisation nennt darin den Angriff einen „notwendigen Schritt“ angesichts „all der israelischen Verschwörungen gegen das palästinensische Volk“, räumt jedoch gleichzeitig mögliche „Fehler“ ein.
Am 7. Oktober hatten Hamas-Kämpfer und ihre Verbündeten bei einem beispiellosen Angriff auf Israel etwa 1140 Menschen getötet und rund 250 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 132 von ihnen befinden sich nach israelischen Angaben noch immer in der Gewalt der Hamas sowie weiterer militanter Gruppen.
Als Reaktion auf den Überfall erklärte Israel der Hamas den Krieg und startete einen massiven Militäreinsatz im Gazastreifen. Nach jüngsten Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dort seither mehr als 25.100 Menschen getötet.
Hamas-Verbündete veröffentlichen Video von verschleppter Geisel und erklären sie für tot
Gaza-Krieg: Hamas hat den Überblick über den Verbleib israelischer Geiseln verloren
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