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Gaza-Krieg: Israel bietet fünf Millionen Dollar für jede Hamas-Geisel

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Dienstagabend versprochen, eine hohe Belohnung für jede freigekommene Geisel aus dem Gazastreifen zu zahlen.

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu

© Abir Sultan//dpa

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Prämie von fünf Millionen US-Dollar (rund 4,7 Millionen Euro) für jede aus dem Gazastreifen freigekommene israelische Hamas-Geisel versprochen. „Jeder, der uns eine Geisel zurückbringt, wird bei uns einen sicheren Weg aus dem Gazastreifen heraus für ihn und seine Familie finden“, erklärte Netanjahu am Dienstag in einem Video. „Wir werden auch eine Belohnung von fünf Millionen Dollar für jede Geisel auszahlen“, fügte er hinzu.

„Wir bemühen uns auch, die Geiseln zu orten und sie zurückzubringen“, erklärte Netanjahu weiter. „Wir werden dies so lange tun, bis wir sie alle gefunden haben: die Lebenden und die Toten.“

Das Video wurde im von der israelischen Armee kontrollierten Netzarim-Korridor im Norden des Gazastreifens gedreht. Netanjahu trägt in den Aufnahmen einen Helm und eine kugelsichere Weste und ist in Begleitung von Verteidigungsminister Israel Katz. Bereits vor zwei Wochen war darüber berichtet worden, dass Israels Ministerpräsident ein derartiges Angebot plane.

Bei dem Großangriff der Terrororganisation Hamas auf Israel wurden am 7. Oktober 2023 israelischen Angaben zufolge 1206 Menschen getötet. 251 Menschen wurden demnach in den Gazastreifen verschleppt. Von den 97 Geiseln, die derzeit weiter im Gazastreifen festgehalten werden, sollen nach Angaben Israels 34 tot sein.

In Tel Aviv hatten Demonstranten am Wochenende die Regierung erneut aufgefordert, ein Abkommen zur Freilassung der Geiseln zu schließen.

Ministerium: Hamas-Unterhändler aktuell nicht in Katar

Unterhändler der islamistischen Hamas befinden sich Katar zufolge aktuell nicht in dem Golfemirat. „Die Anführer der Hamas, die Teil des Verhandlungsteams sind, befinden sich momentan nicht in Doha. Wie Sie wissen, bewegen sie sich zwischen verschiedenen Hauptstädten“, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid Al-Ansari, vor Reportern.

Er reagierte damit erneut auf Berichte, denen zufolge die Hamas ihr Büro in der katarischen Hauptstadt Doha auf Druck der USA angeblich schließen musste. „Wenn die Entscheidung getroffen wird, es dauerhaft zu schließen, werden Sie dies von den zuständigen Stellen erfahren“, sagte der Sprecher. Es hieß vor eineinhalb Wochen, dass Katar den politischen Führern der Hamas mitgeteilt habe, dass sie im Golfstaat „nicht mehr willkommen“ seien.

Zuletzt hatte Katar im Gaza-Krieg zwischen der Hamas und Israel monatelang bei indirekten Verhandlungen über eine Waffenruhe und eine Freilassung der Geiseln im Gazastreifen vermittelt. Anfang November setzte das Emirat seine Bemühungen jedoch mangels Aussicht auf Erfolg aus.

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