Die USA haben weitere 53 Millionen Dollar (48,9 Millionen Euro) an humanitärer Hilfe für die Menschen im Gazastreifen zugesagt. Die finanziellen Mittel sollen dem Welternährungsprogramm und Nichtregierungsorganisationen für die Unterstützung von Palästinensern zur Verfügung gestellt werden, teilte die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) am Dienstag in Washington mit. Damit steigt die Summe der US-Hilfen für die Palästinenser seit dem Ausbruch des Gaza-Kriegs auf 180 Millionen Dollar.
Die Hilfen sollten „Menschen in Not erreichen“, sagte USAID-Leiterin Samantha Power in einer aus Jordanien übermittelten Videobotschaft. „Die Hilfskräfte, die vor Ort im Gazastreifen ihr Leben riskieren, um Menschen in hoffnungsloser, aussichtsloser Not Lebensmittel zu bringen - diese Hilfskräfte müssen geschützt werden“, forderte sie zugleich. „Sie müssen wissen, dass ihre Arbeit tun können, ohne erschossen und getötet zu werden.“
USA: Unterstützung für UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA ausgesetzt
Ihre Unterstützung des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA haben die USA wie einige andere westliche Länder ausgesetzt. Grund dafür sind Vorwürfe gegen das UNRWA, die Ende Januar bekannt wurden: Zwölf Mitarbeiter stehen im Verdacht, am Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober beteiligt gewesen zu sein. Die UNO entließ die zwölf UNRWA-Mitarbeiter und leitete eine Untersuchung ein. Die ehemalige französische Außenministerin Catherine Colonna werde die unabhängige Gruppe von Experten leiten.
Die von der EU und den USA als Terrororganisation eingestufte Hamas hatte am 7. Oktober einen Großangriff auf Israel verübt. Islamistische Kämpfer begingen dabei Gräueltaten überwiegend an Zivilisten, israelischen Angaben zufolge wurden etwa 1160 Menschen getötet und rund 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor, erklärtes Ziel ist die Vernichtung der Hamas. Nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden in dem Palästinensergebiet seitdem mehr als 29.800 Menschen getötet.
„Genozid-Pavillon“: Künstler wollen Israel von der Venedig Biennale ausschließen
Rüstungszulieferer Renk: „Neue Weltordnung“ in Deutschland angekommen
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de