FRIEDRICHSFELDE. Sie ist eine der größten Anlagen und das neue Aushängeschild des Tierparks Berlin: Auf sieben Hektar und in bester Hanglage ist gestern das neue Areal für europäische Gebirgstiere eröffnet worden. 2,3 Millionen Euro hat die Attraktion gekostet - finanziert aus Lottomitteln. Mit dem Neubau ist die seit der Wende begonnene Erschließung ungenutzter Flächen auf dem 160 Hektar großen Areal beendet. Der Tierpark ist an seine räumlichen Grenzen gestoßen. Die neue Anlage befindet sich auf einem 67 Meter hohen Trümmerberg, der bis zum Fall der Mauer tabu war für den Tierpark, weil sich gleich nebenan Dienststellen der Stasi befanden. Nach der Wende begann der Tierpark die Grundstücke zu erschließen. Außer den beiden Elchen Linus und Beta leben in den neuen Gehegen Alpensteinböcke, Gemsen und Mufflons. Es gibt Volieren für Kolkraben, Bartgeier und Schnee-Eulen. Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz schwärmt von dem erweiterten Gelände. "Man fühlt sich hier wie in den Alpen", sagte er zur Eröffnung.Aktuell gibt es noch Pläne für eine Anlage, in der Riesenschildkröten untergebracht werden. Die Kosten, rund 130 000 Euro, will die Gemeinschaft der Förderer übernehmen. Das Haus soll zum 50. Jahrestag des Tierparks im kommenden Jahr eröffnet werden. Ungeklärt ist, ob eine Anlage für amerikanische Berg-Tiere gebaut werden kann. Im Großen und Ganzen aber endet die Zeit der großen Investitionen im Tierpark - insgesamt wurden seit der Wende mehr als 15 Millionen Euro für Neubauten ausgegeben. Das Affenhaus war mit drei Millionen Euro die teuerste Neuanschaffung. Es wurde im Dezember 2000 eröffnet. Zu den jüngsten Neuheiten zählen das Giraffenhaus, die Kleinkatzenanlage, die Gehege für Schneeleoparden sowie die Freianlagen für Büffel, das Afrikanum II und die Gehege für Haustiere.------------------------------"Man fühlt sich hier wie in den Alpen." B. Blaszkiewitz,Tierpark-Chef------------------------------Foto: Sieben Hektar in bester Hanglage: Alpensteinböcke fühlen sich wohl.
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