Brutal Berlin

Gefangen im Tomaten-Game: Wenn sich Kleingärtner bekriegen und ein DDR-Relikt die Rettung ist

Wer Tipps für seinen Gemüsegarten braucht, landet schnell im Rabbit Hole oder wird vom Nachbarn gemaßregelt. Am Berliner Stadtrand und im Netz: Einfach jeder hat eine Diagnose.

5 Min
Immer haben sie irgendwas: Bei der Tomatenzucht gibt es viele Fallstricke und noch mehr Meinungen.

Immer haben sie irgendwas: Bei der Tomatenzucht gibt es viele Fallstricke und noch mehr Meinungen.

© Fotoillustration: Berliner Zeitung am Wochenende. Fotos: Imago

Sind Sie auch im Gurken-Game? Oder im Tomaten-Fieber? Bei mir fing es ganz unverfänglich an, und hätte mir noch vor ein paar Jahren jemand gesagt, mit welch aggressiver Attitüde Gemüsegärtner bisweilen unterwegs sind, ich hätte es nicht geglaubt.

Aber fangen wir von vorn an. Alles begann auf einer dieser Pflanzentauschbörsen in Berlin. In einer Kleingartenanlage am nördlichen Stadtrand mickerte auf einer hölzernen Bierbank noch ein verbliebenes Tomatenpflänzchen vor sich hin. Es tat mir leid und ich kaufte es einer Hobbyzüchterin mit schlecht sitzender Dauerwelle und noch schlechter sitzenden Radlerhosen für schmales Geld ab.

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