Kriminalität

Brandanschlag gegen Tesla in Berlin: Linksextreme bekennen sich

In der vergangenen Nacht brennt ein Kabelschacht der Deutschen Bahn. Ein Bekennerschreiben im Internet erklärt das Motiv: Ein erneuter Anschlag auf den Elektroautohersteller Tesla.

2 Min
Erneut wandten sich Linksextreme mit einem Brandanschlag gegen Tesla.

Erneut wandten sich Linksextreme mit einem Brandanschlag gegen Tesla.

© Jörg Carstensen/dpa

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch Feuer in einem Kabelschacht der Deutschen Bahn in Oberschöneweide gelegt. Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurde gegen 4 Uhr eine Störung an der Gleisanlage in der Nähe des S-Bahnhofs Wuhlheide in Treptow-Köpenick gemeldet worden.

Die Feuerwehr löschte den Brand komplett. Im Umfeld des Brandorts wurden weitere Brandbeschädigungen an mehreren Funk- und Sendemasten festgestellt. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernommen.

Immer wieder Anschläge und Protestaktionen gegen Tesla

Auf einer Plattform der linken Szene tauchte daraufhin am Nachmittag ein Bekennerschreiben auf. „Wir haben heute früh die Bahnstrecke, über diese jeden Tag tausende Tesla-Arbeiter:innen von der Hauptstadt nach Grünheide, sowie Gütertransporte mit Öl und Gas von Ost nach West verfrachtet werden, unterbrochen und in unmittelbarer Nähe zum Kabelschacht der Bahn einen Funkmast in Brand gesetzt“, hieß es in dem Beitrag. Diese Sabotage richte sich gegen die Deutsche Bahn und Tesla, die „zwei Hauptverantwortlichen für die Räumung und Rodung im Wald“.

Dies ist nicht der erste Anschlag, der dem Elektroautohersteller Tesla und dessen Chef Elon Musk gilt. Im März vergangenen Jahres bekannte sich die als linksextremistisch eingestufte „Vulkangruppe“ zu einem „Anschlag auf die Stromversorgung“ nahe der Tesla-Fabrik bei Berlin als Protest gegen den US-Autobauer. Gegen die Gigafactory regte sich immer wieder Protest. Monatelang campierten Aktivisten in dem Wald nahe der Fabrik. Mitte November wurde es vollständig durch die Polizei geräumt.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema