Jetzt kommt Bewegung ins Spiel, in den Kader der Basketballer von Alba Berlin. Vor zwei Wochen sind sie im Halbfinale der Meisterschaft gegen den FC Bayern ausgeschieden. Seitdem wird intern an der Zukunft gewerkelt. Die beginnt erst einmal mit einem Abschied von der Vergangenheit. Flügelspieler Reggie Redding verlässt das Team.
Das war zu erwarten, dass er zum türkischen Erstligisten Darussafaka Dogus Istanbul geht, wie es nun heißt, nicht unbedingt. In dessen Kader steht Reddings Name dann neben dem von Jordan Farmar, Spielmacher und zuvor in Los Angeles bei den Lakers sowie den Clippers in der NBA tätig. Darussafaka wird auch Redding eine finanziell interessante Offerte vorgelegt haben.
Der Basar ist eröffnet, wie immer zwischen zwei Spielzeiten. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Das betrifft auch die zentrale Personalie des Trainers. Die wollte Alba möglichst binnen zwei Wochen vom Tisch haben, also dieser Tage. Bleibt Sasa Obradovic oder geht er? Die Antwort darauf beeinflusst entscheidend die weitere Gestaltung des Kaders um einen Kern mit Kapitän Alex King, Niels Giffey, Akeem Vargas und den übrigen deutschen Spielern. Diese Antwort haben Albas Geschäftsführer Marco Baldi und Sportdirektor Mithat Demirel bisher noch nicht der Öffentlichkeit kundgetan.
Blick nach München
Seit dem Saisonende für Alba wird über Obradovics Zukunft spekuliert, werden potenzielle neue Arbeitgeber gehandelt: Valencia oder Kasan etwa. Und noch bevor überhaupt der Verbleib des serbischen Trainers geklärt ist, sind Namen möglicher Nachfolger im Umlauf. Dass Aleksandar Trifunovic ein Kandidat für Alba sei, ist ein solches Gerücht. Wie bei Obradovic ging die Karriere des 48-Jährigen von Roter Stern Belgrad aus. Dort machte Trifunovic 2002 auch die ersten Schritte als Coach. Zuletzt war er bei BC Astana im Einsatz. Spekulationen haben Hochkonjunktur zwischen den Spielzeiten.
Noch steht nicht der ganze Rahmen, in dem sich der Teambau zu Berlin vollziehen wird. Ein Eckpunkt, den sie bei Alba nicht beeinflussen können, ist die mögliche Teilnahme an der Euroleague. Die Entscheidung darüber fällt im kommenden Monat, zum Teil aber auch schon in dieser Woche.
Am Mittwoch empfängt der FC Bayern die Baskets Bamberg zum vierten von maximal fünf Finalspielen um die Deutsche Meisterschaft. Der Titelverteidiger liegt 1:2 hinten. Sollte er dennoch die Serie gewinnen und somit für die Euroleague qualifiziert sein, stiegen gegenüber einer Bamberger Meisterschaft Albas Chancen auf eine Wildcard für die Eliteklasse. Es ist viel Bewegung im Spiel.
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