Verkehrsgeschichte

Geisterbahnhöfe im Berliner Untergrund: Wie die Mauer den Nahverkehr zerschnitt

16 U- und S-Bahn-Stationen waren ab 1961 dunkel und verwaist. 65 Jahre nach dem Mauerbau erinnern Ausstellungen an ein dunkles Kapitel, für das es kaum Bilder gibt.

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Als der S-Bahnhof Potsdamer Platz ein Geisterbahnhof war: Von 1961 bis nach dem Mauerfall 1989 hielten die Züge im Tunnel nur im Bahnhof Friedrichstraße. Grenztruppen bewachten die Stationen.

Als der S-Bahnhof Potsdamer Platz ein Geisterbahnhof war: Von 1961 bis nach dem Mauerfall 1989 hielten die Züge im Tunnel nur im Bahnhof Friedrichstraße. Grenztruppen bewachten die Stationen.

© Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

65 Jahre Mauerbau: Als die DDR in der Nacht zum 13. August 1961 die innerstädtische Grenze in Berlin schloss, bekamen das auch die Fahrgäste zu spüren. 16 U- und S-Bahn-Stationen wurden zu Geisterbahnhöfen, in denen niemand ein- und aussteigen durfte. Der Bahnhof Friedrichstraße wurde zum Grenzbahnhof ausgebaut. Jetzt erinnern Ausstellungen an dieses dunkle Kapitel der Geschichte.

„Ein spannendes Thema“, sagt Susanne Muhle. „Aber auch ein herausforderndes Thema.“ Die Historikerin leitet die Abteilung Forschung und Sammlung in der Stiftung Berliner Mauer. Grenz- und Geisterbahnhöfe bilden einen Schwerpunkt des Programms, das die Stiftung mit den Kulturprojekten Berlin für den 13. August erarbeitete.

„Wir wollen zeigen, wie sich die Abriegelung auf den Alltag der Menschen in Ost und West ausgewirkt hat. Uns geht es dabei auch darum, Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart zu bauen“, so Muhle. „Der Nahverkehr kann eine solche sein: Es sind auch heute Lebensadern der Stadt, und diese wurden am 13. August 1961 zerschnitten.“

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