An einem Probenwochenende spricht unser Chorleiter plötzlich von Sänger:innen und Besucher:innen. Ich spüre, wie mir die Gender-Stolperer in den Magen fahren und meine Gedanken wegdriften. Ich verpasse den Einsatz, blättere in den Noten und denke, dass er es nicht ernst meinen wird. Nicht dieser gewitzt-gewandte Bayer, ein genialer musikalischer Kopf, der Laienchören noch jedes fremde Stück beibringt, von Bachs „h-Moll-Messe“ bis Queen. Hatte er nicht jüngst die Chor-Debatte über angebliche kulturelle Aneignung unserer „Porgy und Bess“-Aufführung mit ausladender Gelassenheit abgewendet? Na, also.
Kommentar
Gender-Terror: Die Erziehungsmaßnahmen der Sprachpolizisten nerven!
Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern entkommt man der Gendersprache nicht, obwohl die meisten Zuschauer sie ablehnen. Unsere Autorin fühlt sich diskriminiert.
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Menschen sollen in ihren Blasen reden, wie sie wollen, schreibt unsere Autorin. Übergriffig aber werde der Vorgang, wenn die Gender-Praxis dem Fernsehzuschauer aufgezwungen wird.
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