Selten waren die German Doctors so gefordert wie jetzt. 17 Ärzte der Organisation befinden sich auf den Philippinen und helfen, wo sie können. Es sind Ärzte aller Fachrichtungen, die Patienten kostenlos behandeln. Es ist Zufall, dass das 30-jährige Bestehen der German Doctors, das am Mittwoch in Berlin gefeiert wurde, in eine Zeit fällt, in der die Welt auf die Philippinen schaut.
Die Philippinen sind der größte und neben Kalkutta der älteste Einsatzort der German Doctors. In Manila begann alles 1983 – damals nannte die Organisation sich „Ärzte für die Dritte Welt“. Seit 1985 beziehungsweise 2004 leisten die Ärzte auch in Mindanao und in der vom Taifun besonders betroffenen Region Cebu unentgeltlich medizinische Hilfe.
Per Internet-Telefon zugeschaltet, berichtete der Koordinator auf den Philippinen, Dietmar Schug, von der Situation vor Ort: „Alle unsere Mitarbeiter sind unverletzt. Mindanao ist weitestgehend verschont geblieben, aber die beiden anderen Projektgebiete sind schwer getroffen.“ Die Mitarbeiter versorgen die Menschen vor Ort mit Lebensmitteln und Gesundheitspaketen, helfen beim Aufbau von Not-Unterkünften und dem Wiederaufbau der Wasserversorgung. „An vielen Orten ist noch keine Hilfe angekommen. Wir laden die Autos voll mit Hilfsmitteln und machen uns auf den Weg.“
Satellitenaufnahme des Taifuns am Donnerstag noch vor der Küste der Philippinen. Foto: EPA/NOAA
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Haiyan kommt: Philippinische Kinder suchen Schutz vor dem heraufziehenden Sturm. Foto: FRANCIS R. MALASIG
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Ein Mann trägt in Manila Sandsäcke zu einem provisorischen Deich. Mittlerweile ist «Haiyan» auf das Festland getroffen. Foto: Francis R. Malasig
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Aus Angst vor dem heranziehenden Sturm wurden in Manila große Werbetafeln von den Häusern entfernt. Foto: Francis R. Malasig
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Küstenbewohner befestigen ihr Haus vor dem nahenden Sturm. Foto: Francis R. Malasig
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Philippiner beim Bau eines provisorischen Deichs unweit der Hauptstadt. Foto: Francis R. Malasig
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Unterdessen ist am Mittwoch ein Flugzeug mit Hilfsgütern vom Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk von Schönefeld aus in die am schwersten betroffene Region Cebu geflogen, wie die Organisationen mitteilten. An Bord sind rund 70 Tonnen Hilfsgüter, darunter Zelte, Kochsets, Hygieneartikel und Plastikplanen sowie eine Anlage zur Trinkwasseraufbereitung, ein Labor zur Wasseranalyse und Werkzeug. Das Rote Kreuz plant für die nächsten Tage einen weiteren Hilfsflug ins Katastrophengebiet.
Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherte dem philippinischen Präsidenten Benigno Aquino telefonisch die Unterstützung der Bundesrepublik. „Die Philippinen können in dieser schweren Zeit auf die Hilfe Deutschlands zählen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Der scheidende Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, versprach, langfristig beim Wiederaufbau von Straßen, sanitären Anlagen und der Stromversorgung zu helfen. (mit epd)
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